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Mission

Psalm 96

 

„Singt dem Herrn

ein neues Lied,

singt dem Herrn alle

Länder der Erde.

Singt dem Herrn und preist

seinen Namen, verkündet

sein Heil von Tag zu Tag.

Erzählt bei den Völkern

von seiner Herrlichkeit,

bei allen Nationen von

seinen Wundern …“

 

Das klingt begeistert.

Das klingt überzeugt.

Die Worte wollen mitreisen.

Die Worte wollen aufwecken.

Sie wollen Anklang

finden und Zustimmung:

 

Ja, „groß ist der Herr

und hoch zu preisen, mehr

zu fürchten als alle Götter …

Verkündet bei den Völkern:

Der Herr ist König.“

 

Welche Erfahrungen

bringen den Beter

zu diesen Worten?

Welche Erfahrungen

mit dem Leben?

Welche Erfahrungen

mit dem Menschsein?

Welche Erfahrungen mit Gott?

Vor allem mit ihm?

 

Gott ist des Lobes würdig.

Gott ist es wert, weitererzählt

zu werden, vor allem, was

er an Wundern am Menschen

vollbringt. Ausnahmslos.

Und immer wieder.

 

Das ist zumindest die

Erfahrung des Volkes Israel,

das erzählen kann von dem

großen Wunder seiner Rettung

aus Gefangenschaft und Sklaverei,

aus Unterdrückung und Demütigung,

aus Verlorenheit und Gewaltherrschaft.

 

Von nichts anderem

vermag Bartimäus zu erzählen:

als von dem Wunder, das der Herr

an ihm getan hat und

dass Gott sich des Menschen

und seiner Not erbarmt.

 

Denn damit hat es begonnen.

Mit dem Ruf des Blinden:

„Sohn Davids, Jesus, hab

Erbarmen mit mir!“

 

Es ist der Urschrei der Befreiung,

mit dem der Mensch seine Dunkelheit

abwirft, um Gottes Wirken an ihm

spüren zu können.

 

Am Ende hat sich auch

an Bartimäus Gottes Absicht

erfüllt: Er kann wieder

sehen. Neu kann er sein

Leben wagen. Mit neuen

Augen die Wunder des

Lebens bestaunen.

 

„Singt dem Herrn

ein neues Lied,

singt dem Herrn alle

Länder der Erde.

Singt dem Herrn und preist

seinen Namen, verkündet

sein Heil von Tag zu Tag.

Erzählt bei den Völkern

von seiner Herrlichkeit,

bei allen Nationen von

seinen Wundern …“

 

In einem

modernen Hymnus

lese ich:

 

Du bist mein Gott,

der nach mir fragt,

der nach mir schaut,

der mir vertraut.

 

Du bist mein Gott,

der um mich weiß,

der mit mir geht,

der zu mir steht.

 

Du bist mein Gott,

der zu mir spricht,

der mit mir schweigt,

der sich mir zeigt.

 

Du bist mein Gott,

der mich beschenkt,

der an mich denkt,

der meine Wege lenkt.

 

Du bist mein Gott,

auf den ich schau,

auf den ich bau,

dem ich vertrau.

 

Paul Weismantel

 

Ich weiß, es gibt auch die

anderen Augenblicke im Leben.

Anscheinend heillose Momente.

Stunden, Wochen und Monate,

vielleicht sogar Jahre,

in denen es schwerfällt,

Gott zu preisen und zu loben.

Weil der Mensch zu tief

drin sitzt in dem ganzen Schlamassel

und dem Unsinn und der

Fragwürdigkeit seines Daseins;

weil ihm der ganze Wust des Lebens

bis an den Hals reicht;

weil er einfach keine Kraft

mehr besitzt auf die ganzen

Herausforderungen und Fragen

des Lebens zu reagieren;

weil er Gott lieber einmal

die Meinung sagen möchte,

ob des ganzen Elends, das ihm

immer wieder ins Auge sticht,

als ihn zu loben und zu

preisen.

 

Dann ist es angebracht

mit Gott zu schimpfen;

dann ist es erforderlich

ihm gegenüber seine Enttäuschung

zum Ausdruck zu bringen und

ihm zu zeigen, dass man mit ihm

anfängt zu hadern und

kurz davor steht, an ihm

in die Irre zu gehen.

 

Keine Angst.

Gott hält das aus.

Und: Gott wirkt weiter

an uns, durch die Angst,

durch die Fragwürdigkeit,

durch den Kleinglauben

und die Enttäuschung hindurch,

weil er sich auch an uns und

unserem Leben als Retter

und unser Heil erweisen will,

dem nichts anderes im

Sinn steht, als sich unserer

anzunehmen und zu

erbarmen.

 

Wollen Sie sich einmal

fragen, wo Sie persönlich

Gottes Wunder an sich erfahren

haben?

Wann und wo und durch

wen hat Gott sich an Ihnen selber

und Ihrem Leben als gnädig

und erbarmensvoll erwiesen?

 

Die dunklen Momente

gibt es immer wieder in unserem

Leben. Immer wieder werden

wir mit Blindheit geschlagen

und sehnen uns nach

Licht. So ist das Leben.

Etwas anderes zu sagen,

wäre eine Lüge.

Aber so ist das Leben

nicht ganz.

Es gibt da noch die

andere Seite des Lebens.

Seine lichte und helle Seite.

Sie dürfen wir in Zusammenhang

mit unserem Gott sehen.

Hierin kommt Gottes

Wirken ans Licht.

Da erscheint er

als unser Retter,

der uns auch durch

die Dunkelheit

begleitet hat.

 

Es ist diese Erfahrung,

die uns nicht verstummen

lassen darf. Die uns vielmehr

dazu einladen will,

über Gottes Wunder an unserem

eigenen Leben und dem Leben

anderer nachzudenken und

ihn freimütig zu verkünden,

als den, der in Jesus Christus,

den Menschen sein Heil

zugesagt hat und der durch

ihn bis zum heutigen Tag

durch die Kraft seines Geistes

an uns heilsam weiter wirkt.

An jedem einzelnen von

uns. Ausnahmslos.

 

Sein Heil verkünden.

Tag für Tag.

Wenn Armut drückt,

die Sorge um die Kinder

auf der Seele lastet.

Wenn die Angst vor Aids umgeht.

Wenn das Wasser knapp ist,

die Schulgebühren

für die Töchter kaum aufzubringen sind,

der Junge noch immer auf eine Lehrstelle hofft.

Wenn die Ernte spärlich ausfällt.

Wenn Kummer das Herz schwer macht.

Wenn es Grund gibt zur Hoffnung.

Wenn Lachen und Trommeln

von den kleinen Freuden des Alltags erzählen.

 

Sein Heil verkünden.

Tag für Tag.

Seine Treue. Seine Güte.

Die Hand halten und Mut machen.

Erzählen von Gott, der die Armen liebt.

Hoffnung weitersagen, die der Glaube schenkt.

 

Sein Heil verkünden.

Tag für Tag.

Einstimmen in dieses Lied,

mit unserem Gebet,

mit unserer Solidarität:

als Partner, die verlässlich sind.

Als Geschwister, im Glauben verbunden.

 

Das ist der Auftrag

der Kirche.

Das ist der Auftrag

jedes einzelnen Christen.

Das ist Mission im

eigentlichen Sinn:

Gottes Heil zu verkünden,

Tag für Tag.

 

Hierzu bemerkt

Papst Franziskus:

 

„Wir sollten immer

den Mut und die Freude verspüren,

die Begegnung mit Christus

respektvoll vorzuschlagen

und Boten seines Evangeliums zu sein.

 

Jesus ist zu uns gekommen,

um uns den Weg des Heils zu weisen,

und er hat auch uns den Auftrag erteilt,

diesen Weg allen bekannt zu machen,

bis an die Grenzen der Erde.“

 

Das ist die

universale Mission der Kirche,

weil Gott sein Heil allen Völkern

zugedacht hat

und dies nicht in der Begrenztheit

auf bestimmte Regionen

oder Personengruppen aufgeht.

 

Daher:

 

„Singt dem Herrn

ein neues Lied,

singt dem Herrn alle

Länder der Erde.

Singt dem Herrn und preist

seinen Namen, verkündet

sein Heil von Tag zu Tag.

Erzählt bei den Völkern

von seiner Herrlichkeit,

bei allen Nationen von

seinen Wundern …"

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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