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Kinder dieser Welt

Mk 9, 30-37

 

 

Groß, größer am größten.

Hoch, höher, am höchsten.

Reich, reicher, am reichsten.

 

Darauf kommt es an.

Darauf kommt es heute an.

Ansonsten gehörst du zu den

vermeintlichen Verlierern

dieser Welt, kannst nicht mithalten,

fällst einfach hinten herunter.

Das haben auch schon längst

die Kleinsten unter uns

begriffen.

 

Groß, größer am größten.

Hoch, höher, am höchsten.

Reich, reicher, am reichsten.

 

Darauf kommt es an.

Darauf kam es schon immer an.

 

Reichtum und Armut

sind auch ein sich durchtragendes

Thema in der Heiligen Schrift,

das durch die Worte Jesu,

sehr pointiert kommentiert wird:

Eher ginge doch ein Kamel

durch ein Nadelöhr,

als dass ein Reicher

in den Himmel käme,

meint er.

 

Der Turmbau von Babel

offenbart die Versuchung des

Menschen, immer höher

hinauszuwollen, unbeeindruckt

von den Grenzen, die das

Menschsein selber mit sich

bringt und ein solches

Vorhaben von Anfang an

schon zum Scheitern

verurteilt.

 

Und die Jünger?

Auch sie unterliegen nicht

mindert der Versuchung, sich zu

vergleichen, unterschiedlich

einzuschätzen und zu bewerten,

schließlich für sich in Anspruch

zu nehmen, der Größte

zu sein.

 

Über nichts anderes

nämlich haben sie sich

auf dem Weg miteinander

unterhalten.

Ausgerechnet sie!

 

Ich kann mir sehr gut vorstellen,

wie es Jesus die Sprache verschlägt,

wie er tief Luft holt und sich erst

einmal hinsetzen muss,

um dieses Gerangel unter seinen

Jüngern zu verkraften.

Hat er sie da gerade

richtig verstanden?

Mit was beschäftigen sie

sich da eigentlich?

Kann es tatsächlich

sein, dass dies die Frage

ist, die sie antreibt?

 

Es ist so!

Anscheinend haben

sie immer noch nicht sein

Ansinnen verstanden.

Anscheinend ist ihnen

immer noch nicht klar,

um was es Jesus wirklich

geht.

Und es kommt,

wie es kommen muss.

Jesus rückt ihnen

erst einmal den Kopf zurecht.

Er muss es, damit sie nicht

einem grundlegenden Irrtum

anheimfallen und unterliegen.

 

„Wer der Erste sei will,

soll der Letzte von allen und

der Diener aller sein.“

Ein klares Wort.

Ein hartes Wort.

Ein herausforderndes Wort

zugleich - vor allem doch

für jene, die, oftmals durch ihre

Ellenbogen und eine gewisse

Unverfrorenheit unterstützt,

immer nur die Größten

sein wollen,

die Stärksten,

die Reichsten,

die Höchsten,

die Schnellsten,

die Angesehensten,

die Wichtigsten,

die Einflussreichsten,

die Mächtigsten,

 

Jesus stellt ein Kind in

die Mitte der Zwölf.

Man stelle sich einmal vor:

Ein Kind!

Das ist nicht hoch.

Das ist nicht groß.

Das ist nicht reich.

In den Augen

vieler eher doch eher unbedeutend

leicht zu übersehen, manchmal

auch gar nicht gewollt.

Aber nicht in Gottes Augen.

Für ihn ist es gerade umgekehrt.

Da ist das Niedrige hoch.

Da ist das Kleine groß.

Da ist das Arme reich.

 

Das ist himmlische Rechenkunst,

die man nur mit dem Herzen

begreifen und durch

keine Rechentabellen

und erfolgreichen Bilanzen

nachweisen

kann.

 

Das Kind in der Mitte

macht einen Strich

durch die Rechnung.

Es stellt alles auf den Kopf.

Auch die Frage der Jünger

vom Anfang, wer von ihnen

der Größte sein stellt sich

augenblicklich nicht mehr.

Die Frage ist vielmehr die:

 

Wo sind die Schwachen?

Wo sind die Kleinen?

Wo sind die Hilfsbedürftigen?

Wo sind die, die keine Lobby besitzen?

Wo sind die Ausgrenzten?

Wo sind die Gemiedenen?

 

Es ist eine heilige Pflicht,

ihnen zu dienen.

Darin sieht Jesus die wahre

Größe, die ein Mensch

anstreben soll.

 

Ein Kind hat das Recht,

schwach zu sein und nicht

mit Verantwortung überfordert

zu werden.

Es hat ein Recht von Stärkeren

aufgenommen und liebevoll

umsorgt zu werden.

Es darf erst einmal heranreifen

und lernen auf beiden Beinen

zu stehen.

 

Wo sind die Kinder,

die Jesus meint?

 

Wo sind die Erniedrigten?

Die Kleingemachten?

Die Ausgebeuteten?

Die Vertriebenen?

Die Geschundenen?

Die Suchenden?

Die Orientierungslosen?

Die Gebeutelten?

Die Heimatlosen?

Die Armen?

Die Kinder im Sinne

Jesu?

 

Die Nachrichten versorgen

uns in diesen Tagen mit

vielen oftmals schockierenden

Eindrücken, die uns

begreifen lassen, auf sehr direkte

und unverstellte Art und Weise,

wo sie zu finden sind, die Kinder,

die Jesus meint.

 

„Wer ein solches Kind,

um meinetwillen aufnimmt,

nimmt mich auf!“ sagt er.

Das Wort setzt

einen ganz eindeutigen

Akzent.

 

Es bedeutet zunächst

etwas anderes als selbst

wie ein Kind zu werden.

Es fordert den Menschen

als Erwachsenen heraus.

Es fragt den Menschen in

seiner Verantwortung

für seine Mitmenschen an.

 

Was tue ich,

was trage ich dazu bei,

damit das Kleine

umsorgt ist,

sich entfalten und

leben kann?

 

Über Größe streiten

wir immer noch gerne.

Jesu Schocktherapie

ist bezaubernd:

Er stellt ein Kind in

die Mitte.

 

So ein Kind

schaut auf mit strahlenden

Augen.

So ein Kind

läuft in die geöffneten Arme

mit dem Vertrauen,

dass alles gut wird.

 

Zeigen wir uns

dieses Vertrauens würdig?

Sind unsere Arme wirklich

offen?

 

Das Ziel ist bestimmt.

Jesus hat es gesetzt.

Wir sind am Lernen.

Ein Leben lang.

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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