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Häuser brennen

Jes 35,4-7a/ Jak 2,1-5

Mk 7,31-37

 

 

Häuser brennen

in unserem Land.

Wieder einmal.

Menschen werden

niedergeschrien

und niedergeschlagen.

Wieder einmal.

Sie werden ausgegrenzt,

in Sperrbezirken

untergebracht.

Wieder einmal.

Landesgrenzen

werden verbarrikadiert.

Wieder einmal.

 

Die Auseinandersetzungen,

die vielen Gespräche und Diskussionen,

die Worte der Leute an den Ecken

der Straßen und den Stammtischen,

die die Flüchtlingsfrage betreffen,

wecken Erinnerungen und

lassen Ahnungen hochkommen.

 

Zugegeben:

Ich habe Angst.

Ich bin unsicher.

Ich fühle mich hilflos

und ausgeliefert.

Geradezu ohnmächtig.

 

In der Themenwoche

„Kriegsgeschichten“ spiegelten

sich in vielen Dokumentationen

und Filmen dramatische

Schicksale und menschliche

Tragödien während des

Zweiten Weltkriegs und

in der unmittelbaren Zeit

danach wider.

Diese Reihe, die auf

3 SAT ausgestrahlt wurde,

lässt mein Empfinden

nicht geringer werden.

Im Gegenteil.

 

Ich spüre Enge.

Ich spüre Bedrohung.

Einhalt gebieten möchte ich.

Aber ich weiß nicht wie.

Ich weiß nur eins.

Dass etwas geschehen

muss. Schnell, bevor es

zu spät ist und  

zerstörende Kräfte sich

verselbstständigen und

Unheil bringend über unser

Land legen.

Kräfte, die die Würde

des Menschen in Frage stellen

wollen, sein Ansehen,

seine Bedeutung, seinen

Wert an sich.

 

Papst Franzikus

schreibt in seiner ersten

Enzyklika Evangelii Gaudium:

 

210. Es ist unerlässlich, neuen

Formen von Armut und Hinfälligkeit

- den Obdachlosen,

den Drogenabhängigen,

den Flüchtlingen, den eingeborenen

Bevölkerungen, den immer mehr

vereinsamten und verlassen Menschen –

unsere Aufmerksamkeit zu widmen.

Wir sind berufen, in ihnen den

leidenden Christus zu erkennen

und ihm nahe zu sein, auch wenn

uns das augenscheinlich keine greifbaren

und unmittelbaren Vorteile bringt.

Die Migranten stellen für mich

eine besondere Herausforderung

dar, weil ich Hirte einer Kirche

ohne Grenzen bin, die sich

als Mutter aller fühlt.

 

Darum rufe ich die Länder

zu einer großherzigen

Öffnung auf, die, anstatt die Zerstörung

der eigenen Identität zu befürchten,

fähig ist, neue kulturelle Synthesen

zu schaffen.

 

Wie schön sind die Städte,

die das krankhafte Misstrauen

überwinden, die anderen

mit ihrer Verschiedenheit

eingliedern und aus dieser

Integration einen Entwicklungsfaktor

machen!

Wie schön sind die Städte,

die auch in ihrer architektonischen

Planung reich sind an Räumen,

die verbinden, in Beziehung setzen

und die Anerkennung des anderen

begünstigen.

 

Die zweite Lesung

des heutigen Tages lässt

keinen Zweifel daran:

Die geltende Ordnung, die ja

bis heute in unseren Gesellschaften

gilt, wird umgeworfen.

Nichts bleibt mehr wie es war.

Die Ersten werden die Letzten

sein und die Letzten die Ersten.

Standesdenken und gesellschaftliche

Unterschiede gibt es nicht mehr.

Jedem Menschen soll

Anerkennung und Zuwendung gelten,

Wertschätzung und Ansehen – ausnahmslos.

 

Geradezu Mut machend

und anspornend

spricht der Prophet Jesaja

zu uns:

 

„Fürchtet euch nicht!

Seht, hier ist euer Gott.“

 

Nein,

ich will mich nicht

fürchten.

Mutig und zuversichtlich

will ich mit den vielen

anderen Menschen

in die Zukunft blicken,

mit anpacken, wo meine

Hilfe gebraucht wird,

mich auf die Seite derer

stellen, die meine Unterstützung

brauchen,

das Wort ergreifen und

einschreiten, wenn Entwicklungen

in eine falsche Richtung laufen,

dem Menschen und seinem

Wohlwollen entgegen.

 

Wenn Gott wirklich,

und das glaube ich,

das Heil und die Heilung

des Menschen will und

er den Menschen retten wird,

wovor sollte ich dann

noch Angst haben?

 

Es bedarf nur einer einzigen

Berührung von ihm, damit

unsere Ohren sich öffnen

und unsere Zunge sich wieder

lösen kann, um sein Wort

zu verstehen und immer

kraftvoller und entschiedener

seine Absicht mit uns

Menschen zu verkünden.

Ohne Unterschied und

Ansehen der Person.

Ohne Angst, um die ganz

eigene Existenz.

Ganz im Vertrauen

auf unseren Gott.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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