thomas diener systemische-lösungsorientierte supervision und coaching geistliche begleitung gestalttherapeutische beratung
thomas diener                                                             systemische-lösungsorientierte                                                             supervision und coaching                                                                                                                                       geistliche begleitung                                                             gestalttherapeutische beratung

Es ist in allen

Mk 13, 24 ff

 

Visionen, die das
Ende der Welt betreffen,

sind oftmals erschreckend.

Sie machen Angst.

Sie lösen Furcht aus.

Vor allem doch jene

Aussagen, dass alles

vergehen und

nichts mehr von dem

bleiben wird, was uns

so sehr vertraut ist.

 

Es ist die grundlegende

Wahrheit, die sich über unser

Leben legt, dass der Tod

in allem steckt, dass nichts

von Dauer ist, dass die

Hinfälligkeit uns in unseren

Knochen steckt, dass

alles einmal ein

Ende haben wird,

mit uns und den

anderen und der

Welt auch.

 

Gerne vergessen wir

diese Tatsache, oder schieben

sie vor uns her.

Schließlich

werden wir noch früh genug

daran erinnert,

Visionen, die das
Ende der Welt betreffen,

sind oftmals erschreckend.

Sie machen Angst.

Sie lösen Furcht aus.

Vor allem doch jene

Aussagen, dass alles

vergehen und

nichts mehr von dem

bleiben wird, was uns

so sehr vertraut ist.

 

Es ist die grundlegende

Wahrheit, die sich über unser

Leben legt, dass der Tod

in allem steckt, dass nichts

von Dauer ist, dass die

Hinfälligkeit uns in unseren

Knochen steckt, dass

alles einmal ein

Ende haben wird,

mit uns und den

anderen und der

Welt auch.

 

Gerne vergessen wir

diese Tatsache, oder schieben

sie vor uns her.

Schließlich

werden wir noch früh genug

daran erinnert,

wenn Altersabbau, Krankheit,

der Lauf der Zeit und die

Depressionen uns auf

unserem Lebensweg

einholen

oder sich unserem

schnellen Schritt in

den Weg stellen.

 

Von Rainer Maria Rilke

stammen folgende Zeilen:

 

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
Als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
Sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
Aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen …

 

Die Lesungen des heutigen Tages

führen uns in phantasievollen

Bildern dieses Fallen,

das Ende des Lebens,

vor Augen.

 

Ob das Ende tatsächlich

so eintreffen wird, das weiß

man nicht. Es sind Vorstellungen

einer Zeit, die unmittelbar

mit der Wiederkunft Jesu

rechnet und die

sich ausmalt,

wie es denn tatsächlich

sein könnte, wenn der

Herr einst wiederkommt.

 

Nichts scheint so gewiss,

wie das Ende des Lebens.

Über das Wie, lässt sich

nichts sagen.

Jede Zeit,

jede Generation

hat ihre eigenen Vorstellungen

und Angstmacher dazu.

 

Henry Nouwen

meint hierzu:

 

... dass die Kunst des Lebens

sich darin zeige,

dankbar zu sein und sich

darüber zu freuen, was wir sehen

können, und nicht darüber

zu klagen, was im Dunkeln und

Ungewissen liegt.

Wenn es uns gelingt“, meint er,

„den nächsten

Schritt zu tun und darauf zu

vertrauen, dass es auch hell genug

für den folgenden Schritt sein wird,

werden wir auf dem Weg durch

das Leben mit Freude voranschreiten

und überrascht sein, wie weit wir

kommen.

 

Dennoch, die Frage lässt

sich nicht wegschieben:

Was aber bleibt,

wenn so vieles ungewiss

ist und zudem das Ende

der Welt und des Lebens

auch?

 

Lothar Zenetti beantworte

sie so:

 

Es kommt die Zeit
es geht die Zeit
man stellt die Uhren nach der Zeit
es wechseln die Namen der Stunden

Doch wenn auch die Zeiten verwehn
dein Wort bleibt bestehn

 

Es weht der Wind
es dreht der Wind
man hängt die Fahnen nach dem Wind
es wechseln die Farben der Fahnen

Doch wenn auch die Fahnen sich drehn
dein Wort bleibt bestehn

 

Es steht ein Haus
es stürzt ein Haus
man wohnt nur kurz in seinem Haus
es wechseln so rasch die Adressen

Doch wenn auch die Dinge vergehn
dein Wort bleibt bestehn.“

 

„Himmel und Erde

werden vergehen, aber

meine Worte werden

nicht vergehen“, sagt

das Evangelium heute.

 

Das ist es also,

was bleibt:

Gottes feste Zusage an

den Menschen und die Welt,

dass er rettet,

dass er heilt,

dass er befreit,

dass er erlöst,

dass er auferweckt

und zwar alles, was sich

nach einem guten Ende

sehnt.

 

Carl Friedrich von Weizäcker

Physiker, Philosoph

und Friedensforscher

bemerkt:

 

Man kann in dieser

Welt, wie sie ist, nur dann

weiterleben, wenn man zutiefst

glaubt, dass sie nicht so bleibt,

sondern werden wird,

wie sie sein soll.

 

Wir alle sind

im Werden.

Gott ist mit uns

und dieser Welt

noch lange nicht

fertig.

Er hat noch Großes

mit uns vor.

Weit Größeres, als

wir uns in unserem Kopf

ausdenken können.

 

Unsere Sehnsucht,

unsere Hoffnung,

unser Glauben,

unsere Liebe,

jede unserer oftmals

schwerfälligen Bemühungen

um das Gute in diesem Leben

und dieser Welt,

werden sich nicht

in Luft auflösen und

im Nichts verschwinden,

sondern sich zu dem

entwickeln zu dem sie

durch Gottes Zutun

werden sollen.

 

Das ist unser Glaube,

der auch dann das Leben

sinnvoll erscheinen lässt,

wenn andere ihm seinen

Sinn schon längst abgesprochen

haben, wie etwa angesichts

des schrecklichen Sterbens

von Menschen, ihrer Krankheit

und dem Ringen mit dem Tod.

 

Die Herausforderung für

uns besteht darin,

auch diese Stunden als

Stunden des Werdens

zu begreifen und betroffenen

Menschen zu verhelfen,

sie in Würde zu bestehen

ihnen ihren Sinn nicht von

vorneherein

absprechen zu wollen.

 

Alfred Delp schrieb

im letzten Advent seines

Lebens, kurz vor seiner

Hinrichtung durch die

Nazis:

 

Den diesjährigen Advent

sehe ich so intensiv und ahnungsvoll

wie noch nie. Wenn ich in meiner

Zelle auf und ab gehe, drei Schritte

hin und drei Schritte her,

die Hände in Eisen, vor mir

das ungewisse Schicksal, dann verstehe

ich ganz anders als sonst die alten

Verheißungen vom kommenden

Herrn, der erlösen und befreien

wird.

Und immer kommt mir dabei

in die Erinnerung der Engel,

den mir vor zwei Jahren zum

Advent ein guter Mensch

schenkte.

Er trug das Spruchband:

Freut euch, denn der Herr

ist nahe.

Den Engel hat die Bombe

zerstört.

Den guten Menschen

hat die Bombe getötet

und ich spüre oft,

dass er mir Engelsdienste

tut.

Der Schrecken dieser Zeit

wäre nicht auszuhalten –

wie überhaupt der Schrecken,

den uns unsere Erdensituation

bereitet, wenn wir sie begreifen –,

wenn nicht dieses andere Wissen

uns immer wieder ermunterte

und aufrichtete, das Wissen von

den Verheißungen, die mitten

im Schrecken gesprochen

werden und gelten.

 

Dieses Wissen, von dem

Delp redet und das uns aufrichten

und ermuntern soll, immer wieder,

wird in der letzten Strophe des

vorhin zitierten Gedichtes

von Rilke ins Wort gebracht.

Ich will das Gedicht

im Ganzen nochmals

zitieren:

 

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
Als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
Sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
Aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen …

 

… Und doch ist Einer,

 

welcher dieses Fallen
Unendlich sanft

in seinen Händen hält.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Supervision-Coaching-Therapie-Geistliche Begleitung- Pfarrer Thomas Diener