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Erster-Eindurck-zählt-Effekt

Mk 6,1ff

 

 

 

Er hat es nicht leicht.

Vor allem mit den eigenen

Leuten nicht. Ausgerechnet

jenen, von denen man

sich Rückendeckung

erhofft.

 

Sie haben ihr Bild von ihm.

Und das ist so:

Jesus ist der Sohn des Zimmermanns.

Jesus ist der Bruder von Jakobus,

Jose, Judas und Simon.

Jesu Schwestern leben in der Stadt.

 

Und weil nicht sein darf,

was nicht sein kann, wirklich

nicht, nehmen sie Anstoß

an ihm, regen sich über ihn

auf und lehnen ihn ab.

 

Die Konsequenz folgt

auf dem Fuß:

Wo Jesus auf soviel

Misstrauen und Ablehnung

stößt, dort kann er,

bis auf wenige Ausnahmen,

keine Wunder tun.

 

Was er täte,

fiele bei den meisten

wie kostbarer Samen

in die Dornen, die früher

oder später die aufkeimende

Saat ersticken würden.

Noch mehr vielleicht:

Wie kostbarer Samen

auf steinigen Boden,

der gar nicht erst von

der Erde aufgenommen

werden kann, sondern von

der Sonne verbrannt wird.

 

Über die Reaktion

der Menschen

aus Nazareth kann

man nur den Kopf schütteln.

Jesus wundert sich darüber

und geht auf Abstand.

 

Was mit Jesus in der Synagoge

geschieht, das passiert oft genug

im eigenen Herzen, noch mehr

im eigenen Kopf.

 

Lassen sie mich Ihnen zwei

Männer vorstellen. Nennen

wir sie Peter und Paul.

Entscheiden Sie, welcher von

ihnen beiden sympathischer

ist.

 

Peter ist intelligent, fleißig,

impulsiv, kritisch, stur, neidisch.

Paul hingegen ist neidisch, stur,

kritisch, impulsiv, fleißig, intelligent.

Mit wem würden Sie lieber

im Lift stecken bleiben?

 

Wenn sie so ticken wie die meisten

Menschen, dann ziehen Sie Peter vor.

Und das, obwohl die Beschreibungen

exakt dieselben sind. Ihr Hirn

bewertet die ersten Adjektive

stärker als die folgenden,

mit dem Ergebnis, dass Sie glauben,

zwei verschiedene Persönlichkeiten

vor sich zu haben.

 

Peter ist intelligent und fleißig.

Paul dagegen ist neidisch und stur.

Das ist der sogenannte Primäreffekt

oder der Erste-Eindruck-zählt-Effekt.

 

Der Primäreffekt führt

zu Handlungsfehlern.

Bei den Menschen von Nazareth

hat er zufolge, dass Jesus

dort keine Wunder vollbringen

kann.

Sie erkennen in ihm den Sohn

der Stadt, nicht weniger,

aber auch nicht mehr.

 

Und das Fazit?

Das liegt auf der Hand:

 

Beurteilen Sie die Dinge

und die Menschen nicht

nach dem ersten Eindruck.

Er täuscht garantiert –

in die eine oder andere

Richtung.

 

Stattdessen versuchen Sie,

alle Aspekte eines Menschen

unvoreingenommen zu beurteilen.

Das ist nicht einfach, aber in gewissen

Situationen durchaus möglich,

mehr noch: entscheidend.

 

„Wir selbst sind Nazareth,

wo Jesus aufgewachsen ist.

Wir glauben, ihn zu kennen;

wir meinen zu wissen,

wer er ist. Wir haben Geschichte

mit ihm.“ (Peter Köster)

 

Jesus wird denen von uns

zum Heil, die in ihm mehr

sehen wollen, als den Mann

aus Nazareth, den Bruder

Jakobus, Joses, Judas und Simons,

den Sohn des Zimmermanns.

 

Gibt es nicht mehr zu sagen?

Für den Moment nicht.

Nicht wirklich.

Im Grunde genommen

ist damit gesagt, was

gesagt werden muss,

wenn es um die Begegnung

zwischen Menschen geht

und erst recht um die Begegnung

mit Gottes Sohn.

 

Und die Konsequenz

dieser Einstellung und Haltung?

Die liegt auf der Hand.

 

Neue Erfahrungen

werden möglich.

Erfahrungen, die Grenzen

sprengen und den eigenen

Horizont erweitern.

Erfahrungen, die bereichernd

in das eigene Leben

hineinwirken.

Erfahrungen, die heilsam

sein können.

 

Und ein endloses Staunen.

Wunder über Wunder.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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