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Sorge dich nicht, lebe!

Mt 6,24-34

 

 

Sorgen sind

der Feind des Lebens,

heißt es.

Sorgen bewirken

Druck,

Angst

und Bekümmernis.

 

Der Religionsphilosoph

Sören Kierkegaard

nennt die Sorge, die sich nicht

auf den jeweiligen Tag bezieht,

sondern auch den kommenden Tag

und das Leben überhaupt

betrifft, Habgier.

 

Wer sich viele Sorgen macht,

gäbe sich nicht zufrieden

mit dem heutigen Tag,

meint er,

und mit all dem, was zu ihm gehört.

Er will fassen, was größer ist.

Er rafft alle Sorgen der Zukunft

auf einmal zusammen

und an sich

und das lähmt ihn.

 

Man müsse

genügsamer sein im Hinblick

auf seine Sorgen,

meint Kierkegaard,

denn nur so sei man frei,

von den Sorgen

des nächsten Tages.

 

Nimm den Tag,

wie er kommt,

so wie die Vögel und die Lilien,

sonst bist du mit deiner Sorge

immer woanders

und betrügst dich um das Jetzt,

das gelebt sein will, sagt er.

 

Alles Tun des Menschen

ist von der Sorge geprägt.

Die Sorge treibt den Menschen an,

zu arbeiten,

den Lebensunterhalt zu verdienen,

die Zukunft abzusichern,

den Besitz zu mehren,

damit er endlich ruhig

und sicher leben kann.

 

Wie viele Sorgen

könnten wir tatsächlich los werden,

wenn wir uns in Gottes Für-Sorge

geborgen fühlen könnten.

Von den Vögeln im Himmel

könnten wir lernen,

meint Jesus,

unsere selbst geschmiedeten Ketten

loszuwerden.

Jesus will Platz schaffen

in unseren verstopften Seelen

für die wirklich

wichtigen Dinge in diesem Leben.

 

Für die Sorge, die wirklich zählt,

die Sorge um Gottes Reich,

die Sorge um Gerechtigkeit und Frieden,

die Sorge um das Leben,

wie es Gott gemeint hat,

als er es schuf

weil alles andere,

was der Mensch zum Leben braucht,

eh von Gott dazugegeben wird.

 

Damit wir es nicht falsch verstehen.

Es geht nicht darum, unser Leben

nicht sinnvoll und verantwortungsvoll zu planen

und auch eine gewisse Vorsorge

und Absicherung zu schaffen.

 

Aber die Frage bleibt immer die:

Worum geht es mir im Letzten?

 

Wenn ich nur um mich und meine Angst kreise,

wird mein Leben von der Sorge aufgefressen,

und ich werde voller Unruhe immer nach neuen

Wegen der Absicherung Ausschau halten.

Der Blick auf Gottes Reich

und all das, was damit zusammenhäng,

relativiert meine Sorge.

 

Anselm Grün meint:

 

Ängstliches Sorgen verdunkelt den Geist.

Ich werde zwar für meine Zukunft sorgen.

Aber ich werde nicht vernünftig handeln.

 

Die Kunst besteht darin,

für die Zukunft zu sorgen

und zugleich die Sorge

immer wieder loszulassen.

 

Bronnie Ware

schreibt in

ihrem Buch:

5 Dinge, die Sterbende

am meisten bereuen:

 

Loslassen ist nicht dasselbe

wie Aufgeben,

ganz im Gegenteil.

Loslassen erfordert eine gehörige

Portion Mut.

Oft gelingt es nur,

wenn es zu schmerzhaft wird,

um irgendein bestimmtes Ereignis

zu kämpfen.

Tatsächlich ist es wie eine Befreiung,

an diesen Punkt zu kommen,

auch wenn es nicht gerade Spaß macht.

Sobald man akzeptieren kann,

dass man selber nichts mehr tun kann

und die Dinge einer höheren Macht

in die Hände geben muss,

wirkt diese innere Haltung

wie ein Katalysator,

und alles kommt ins Rollen.

 

Ganz gleich,

welche Nöte und Sorgen wir haben,

mögen sie in die Zuversicht münden,

dass Gottes Vorsehung den Lauf der Dinge und

das Schicksal der Menschen,

unser Leben, bestimmt.

 

Er ist diese höhere Macht

für uns Christen,

die ihren Blick auf uns legt

und auch weit über das hinaus,

was wir zu erkennen vermögen.

Und das ist gut so!

Das lässt uns aufatmen!

Das gestattet uns,

immer wieder langsam,

aber sicher,

Hoffnung zu schöpfen.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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