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Schafft alles weg

Joh 2,13-22

 

 

 

„Schafft das hier weg.

Alles, was nicht in das Haus

Gottes hineingehört!“

 

Das ist ein Wort.

Ein hartes Wort.

Ein direktes Wort.

Ein Wort, das es in sich hat.

Ein Wort, das aufruft zur Reform.

Ein grundsätzliches Wort also!

 

Das Wort Kirche

ruft bei vielen Menschen

Abwehr hervor.

Wieso auch nicht!

 

Von Kirche haben sie

schon allzu viel gehört.

Meistens ist das nichts

Erfreuliches gewesen.

Ganz im Gegenteil.

 

Der Zorn auf die Kirche,

die Enttäuschung ihr gegenüber

hat dabei eine ganz besondere

Qualität, denn …

 

… im Stillen erwarten sich viele

mehr von ihr als von allen anderen

Institutionen.

Weil aber die Kirche oftmals so weit

von den Menschen und ihren Sorgen

weg zu sein scheint,

weil auch sie nach Institution

und allem Menschlichen schmeckt,

steigt ein besonders bitterer Zorn

gegen sie auf –

ein Zorn, der doch nicht von

ihr lassen kann, weil der Traum,

den sie wachhält

und auf den sie verweist,

nicht zu tilgen ist.

 

„Schafft das hier weg.

Alles, was nicht in das Haus

Gottes hineingehört!“

 

Das ist ein Wort.

Ein hartes Wort.

Ein direktes Wort.

Ein Wort, das es in sich hat.

Ein Wort, das aufruft zur Reform.

Ein grundsätzliches Wort also!

 

Und worin besteht diese Reform?

 

Sie besteht nicht darin,

dass wir „unsere“ Kirche zurecht modellieren.

Sie besteht nicht darin,

dass wir „unsere“ Kirche immer wieder

„selbst“ erfinden.

 

Sie besteht vielmehr darin,

dass wir immer wieder unsere

eigenen Hilfskonstruktionen wegräumen,

Entwürfe überdenken, Pläne über den Haufen

werfen, Neues wagen,

wenn Gegebenes zu veralten droht,

die Lösungen von damals nicht mehr greifen,

Altes leer geworden ist, hohl klingt und

nicht mehr betroffen macht,

schließlich den Blick auf das Wesentliche

verstellt.

 

Was ist das Wesentliche

an dieser Reform?

 

Dass sie den Blick

auf Jesus Christus frei macht,

auf das, was uns Menschen

Grund ist, Fundament,

auf das, was uns Sinn ist

und Leben,

auf das, was uns orientiert

und die Richtung weist.

 

Eigensinn,

Starrheit,

Neid,

Missgunst,

Bosheit,

Eifersucht

wie sie oft in Gemeinden

vorzufinden sind,

sind dabei nicht angebracht.

 

Solche Haltungen

verhindern die Reform.

Sie blockieren.

Sie verstellen.

Manchmal so sehr,

dass die Frage im Raum steht,

unverrückbar:

„Was soll das alles?

Wozu das alles?

Um was, oder wen

geht es eigentlich

in dieser Gemeinde,

in dieser Kirche?“

 

Ein solcher Zustand

bringt nicht wenige zum Leiden

an der Kirche und ihren Gemeinden

und jenen Menschen, die Kirche

sein sollen, ein Tempel Gottes,

in denen der Geist Gottes Zuhause

sein soll.

 

Das macht auch mich traurig.

Das tut auch mir weh.

Das lässt auch mich verzagen.

Und immer wieder anfragen.

Und immer wieder meinen

Finger in die Wunde legen.

Ob man es hören will

oder nicht.

Ob ich mir damit Freunde

mache oder nicht.

Schließlich geht es

nicht um mich!

 

Es geht um entschieden Größeres.

Es geht um eine Entwicklung

aller auf ihren Ursprung zu,

auf Gott und damit die Vollkommenheit,

aus der wir kommen und zu der

wir gehen.

 

„Schafft das hier weg.

Alles, was nicht in das Haus

Gottes hineingehört!“

 

Das ist ein Wort.

Ein hartes Wort.

Ein direktes Wort.

Ein Wort, das es in sich hat.

Ein Wort, das aufruft zur Reform.

Ein grundsätzliches Wort also!

 

Was würde geschehen,

wenn die Wände und Grenzen

der Kirche „durchlässig“ werden?

Was würde geschehen,

wenn das Evangelium „hineinrieselt“

in die Welt?

Was würde geschehen,

wenn die Frohe Botschaft

in unserem Leben und

dem Leben unserer Gemeinde

„Hand und Fuß“ bekommt,

wenn es durch das eigene Denken,

Reden und Handeln

„in die Öffentlichkeit“

gelangt?

 

„Einen anderen Grund

kann niemand legen als den,

der gelegt ist: Jesus Christus.“

Bei aller Reform,

bei allen berechtigten Einwänden,

die wir auf dem Herzen haben

und äußern,

dürfen wir ihn nicht aus dem

Auge verlieren.

 

In London traf ich

vor einigen Wochen auf

Jugendliche, die an ihren

Armgelenken ein Band mit

vier Buchtstaben und

einem Fragezeichen trugen:

“w.w.j.d.?”

 

“What would Jesus, do?“

„Was ,würde Jesus tun?“

 

Hinter dem Slogan steht die Idee,

durch solche Bändchen erinnert

zu werden, sich bei allem, was

man tut zu fragen, wie Jesus in dieser

Situation reagieren, handeln oder

denken würde.

 

Es täte uns allen gut,

diese Frage uns öfters zu stellen.

Erst recht bei Fragen,

die die Reform unserer

Gemeinden und Kirche

betreffen.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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