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Mut zum Teilen

Ez 37

 

Welch ein Bild:

Offene Gräber.

Menschen, die aus

den Gräbern heraus geholt

werden.

 

Das Bild erschreckt mich.

Es erinnert mich an

einen Horrorfilm.

In solchen Momenten

schalte ich zumeist

auf ein anderes Programm.

 

Bei Ezechiel ist es anders.

Das Bild lädt mich ein,

Teil von ihm zu werden.

Es fängt an,

mich zu faszinieren.

 

Und ich beginne

mir auszumalen

und vorzustellen:

 

Totes erwacht zu neuem Leben.

Gebeine werden mit Fleisch überzogen.

Und schließlich:

Ein Geist ist da.

Gottes Lebensatem,

eingehaucht in Totgeglaubtes.

 

In der Tat,

kein anderer, außer Gott,

kann sich so als Herr über

Leben und Tod zu erkennen

geben.

 

Und das Bild setzt sich fort.

Über das nicht enden wollende

Evangelium hinweg bleibt

am Ende das Bild eines

Menschen vor meinem Auge stehen,

dessen Verwesung schon lange

begonnen hat und jetzt,

die Leinenbinden an sich

herabhängend vor den anderen

Leuten steht.

 

Welch ein Bild.

Welch eine Inszenierung.

Gottes Tat.

 

Die Botschaft ist klar.

Die Botschaft ist schnell

auf den Punkt gebracht:

Gott führt aus dem Tod heraus.

Gott führt ins neue Leben.

Und:

Gott haucht dem Leben

neuen Geist ein.

Auf diesen Geist

kommt es an.

 

Fragen beschäftigen mich:

Was sind heute die Gräber

des Menschen?

Was ist heute dunkel bei uns

und hält uns zurück und hindert

uns am Leben?

Wo zeigt sich mitten im Leben

der Tod?

 

Misereor

gibt seine eigenen

Antworten.

Misereor

verweist uns auf Menschen,

die in ihrem Leben

wie tot sind.

Misereor

zeigt auf die Ungerechtigkeiten

in dieser Welt, an denen

Menschen zugrunde gehen.

Misereor

zeigt auf den Hunger und die Not

hunderttausender, die wie lebendig

begraben in ihren Gräber liegen

und darauf warten,

dass sie herausgeholt werden.

 

Mut ist, zu geben,

wenn alle nehmen.

Mit wem teilst du?

An dieser Frage kommen

wir nicht vorbei.

Sie folgt uns auf dem Fuß.

Sie lässt uns nicht los.

Sie will beantwortet werden.

 

Teile dich mit

und teile dein Leben mit denen,

von denen du zu viel genommen.

Teile dich aus

und teile die Hoffnung mit denen,

die den Himmel suchen.

Auch wenn das letzte Brot

in deiner Hand liegt:

Will es als Rose blühn.

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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