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Liebe erleben

Joh 14,15-21

Liebe und Gebot.

Wie passt das zusammen?

Liebe und Gebot.

Schließen sich

beide nicht einander aus?

 

Liebe beruht auf Freiheit.

Liebe kann man nicht machen.

Liebe entspringt dem Inneren des Menschen.

Liebe ist eine Entscheidung des Herzens.

 

Gebote zwingen Menschen in Ordnungen.

Gebote schaffen Rahmenbedingen,

in denen sich Menschen bewegen sollen.

Du sollst …

Du darfst nicht …

Gebote kommen von

außen und nicht aus dem Herzen.

 

Wirklich nicht?

Jesus sieht das anders.

Es gibt Gebote,

die tatsächlich im Herzen

des Menschen wurzeln.

Es gibt Gebote,

die können einem Menschen

nicht auferlegt werden.

Es gibt Gebote,

die können nur mit

einer stimmigen, inneren

Einstellung zum Leben

gelebt und gehalten werden.

 

Ein Gesetzeslehrer kommt zu Jesus:

„Was muss ich tun, um das ewige

Leben zu gewinnen?“, fragt er.

Der Mann will ihn auf die Probe stellen.

Aber Jesus lässt sich nicht reizen.

Er verweist ihn auf das Gesetz:

„Was steht im Gesetz?“ fragt er ihn.

„Was liest du dort?“

Und wie er es gelernt hat,

gibt der Gesetzeslehrer die Antwort:

„Du sollst den Herrn, deinen Gott,

lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele,

mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken,

und: Deinen Nächsten sollst du lieben

wie dich selbst. (LK 10, 26)

„Genau!“, meint Jesus.

„Das ist es! Und jetzt geh

und mach es genau so.“

 

Liebe und Gebot.

Wie passt das zusammen?

Liebe und Gebot.

Schließen sich

beide nicht einander aus?

 

Nicht in der Bibel.

Nicht bei Jesus.

Für ihn zählt zunächst

nur das Eine:

Die Liebe.

 

„Ganz genau!“ sagt Paulus.

„Die Liebe hält allem stand.

Die Liebe ist das Band,

das alles zusammen hält.

Und wenn ich die Liebe nicht

hätte, so wäre ich nichts.“

 

Die Liebe setzt Maßstäbe.

Andere als diese Welt.

Andere als unsere Gesellschaft.

Andere als jene, die uns immer

wieder vor Augen

gehalten werden.

 

Paulus meint:

Die Liebe ist langmütig …

Die Liebe ist gütig …

Die Liebe  ereifert sich nicht …

 

Sie prahlt nicht …

Sie bläht sich nicht auf …

Sie handelt nicht ungehörig …

 

Die Liebe sucht nicht ihren Vorteil …

Die Liebe lässt sich nicht zum Zorn reizen …

Die Liebe trägt das Böse nicht nach …

 

Sie freut sich nicht über das Unrecht …

Die Liebe freut sich an der Wahrheit …

 

Liebe und Gebot.

Wie passt das zusammen?

Liebe und Gebot.

Schließen sich

beide nicht einander aus?

 

„Wenn ihr mich liebt,

dann werdet ihr meine Gebote

halten“, meint Jesus.

Mir scheinen zwei Synonyme

für das Wort Gebot sehr passend.

Angebot und Bedürfnis.

 

Jesus bietet uns an,

so zu leben wie er

und auf diesem Weg

zu einem Leben zu finden,

dessen Fülle er uns verheißt.

 

Und wer sich tatsächlich

aus freien Stücken

und ohne Zwang auf ihn eingelassen

hat und auf seine Art das Leben

zu begreifen und den Menschen

zu verstehen, der wird

mit der Zeit ein inneres Bedürfnis

verspüren, dieses Leben

aus dem Geist des Evangeliums

auch in aller Konsequenz

zu leben.

Die Liebe wird ihm

zum Gebot werden.

Weil es hierzu

keine wirkliche Alternative

gibt.

 

„Ja“, sagt Paulus.

Es gibt den Glauben,

Es gibt die Hoffnung.

Es gibt Liebe, diese drei.

Doch am größten

unter ihnen ist die Liebe.“

 

Hilde Domin schreibt:

 

Die Sehnsucht

nach Gerechtigkeit

nimmt nicht ab

Aber die Hoffnung.

 

Die Sehnsucht

nach Frieden

nimmt nicht ab

Aber die Hoffnung

 

Die Sehnsucht

nach Sonne nicht

täglich kann das Licht kommen

durchkommen

 

Das Licht ist immer da

eine Flugzeugfahrt reicht

zur Gewissheit

 

Aber die Liebe

der Tode und Auferstehungen fähig

wie wir selbst

und wie wir

 

der Schonung bedürftig

 

 

Liebe und Gebot.

Wie passt das zusammen?

Liebe und Gebot.

Schließen sich

beide nicht einander aus?

 

Im Gegenteil:

Die Liebe muss zum Gebot

werden, wenn sie nicht

verlorengehen soll

in den Gesichtern

der Menschen,

in ihren Herzen,

in ihren Gedanken

in ihrem Tun.

 

Die Liebe muss zum Gebot

werden, wenn wir etwas

von dem erahnen

wollen, wer Gott für uns ist

und wozu Gott uns fähig

gemacht hat:

 

Zusammen zu leben.

Uns unter die anderen zu mischen.

Einander zu begegnen.

Uns in den Armen zu halten.

Uns anzulehnen.

Aus uns selbst herauszugehen,

um uns mit den anderen

zusammenzuschließen.

Das Risiko der Begegnung

mit dem Angesicht des anderen

einzugehen.

Wahres Leben zu erfahren.

 

Die Liebe zu erleben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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