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Gründonnerstag

 

 

Nacht.

Finstere Nacht.

Heute findet alles

sein Ende.

Ein bitteres Ende.

Ein Ende,

mit dem niemand rechnen will.

Die Jünger nicht.

Die Freunde nicht.

Keiner seiner Anhänger.

 

Nacht.

Finstere Nacht.

Sie beginnt mit einem Mahl.

Feiern wollen sie,

den Auszug ihres Volkes

aus der Gefangenschaft in Ägypten.

Doch dann kommt alles ganz anders.

Jesus macht ihnen einen Strich

durch die Rechnung.

 

Zuerst kniet er sich nieder.

Er wäscht seinen Jüngern die Füße.

Das soll für sie ein Zeichen sein.

Ein Auftrag:

Einander dienen sollen sie.

So wie er sie liebt,

so sollen auch sie einander lieben.

 

Die Jünger verstehen nicht.

Sie wollen Jesus nicht an sich

handeln lassen.

Doch das muss sein.

Um ihretwegen.

Um des Menschen wegen.

 

Nach der Fußwaschung

steht fest:

Einander dienen sollen sie,

füreinander da sein sollen sie,

aneinander interessiert sein sollen sie,

eine Zuneigung zu den Menschen entwickeln,

mit denen sie zu tun haben, sollen sie.

 

Papst Franziskus bemerkt:

 

Die Kirche ist die Gemeinschaft

der Jünger, die die Initiative ergreifen,

die sich einbringen, die begleiten,

die Frucht bringen und feiern.

Sie weiß voranzugehen,

versteht auf die anderen zuzugehen,

die Fernen zu suchen und zu den

Wegkreuzungen zu gelangen, um

die Ausgeschlossenen einzuladen.

Sie empfindet einen unerschöpflichen

Wunsch, Barmherzigkeit anzubieten.

Wagen wir ein wenig mehr,

die Initiative zu ergreifen.

Jesus hat seinen Jüngern die Füße

gewaschen. Als Folge

weiß die Kirche sich einzubringen.

 

Nacht.

Finstere Nacht.

Diese Nacht birgt in sich

auch ein Vermächtnis.

Jesus nimmt beim Mahl das Brot.

Jesus nimmt beim Mahl den Wein.

Und wieder stößt er

seine Jünger vor den Kopf.

 

Brot und Wein sollen

an Jesu Gegenwart erinnern.

An Jesu Leben, Sterben und Tod.

So wie das Brot gebrochen wird

und geteilt und hingegeben,

so wird er gebrochen werden

und sich hingeben für das Leben vieler.

So wie der Wein gereicht wird,

so vergisst er sein Blut,

das Blut, das den neuen Bund besiegelt

- zwischen Gott und den Menschen.

 

Nacht.

Finstere Nacht.

Heute findet alles

sein Ende.

Ein bitteres Ende.

Ein Ende,

mit dem niemand rechnen will.

Die Jünger nicht.

Die Freunde nicht.

Keiner seiner Anhänger.

 

Jede Eucharistiefeier

stellt uns

in diese Nacht hinein.

In dieser Nacht drückt sich

der Auftrag Jesu an seine Kirche

aus,

am Leben,

am Menschen,

an dieser Welt interessiert zu sein,

sie zu lieben,

sie anzunehmen,

ihnen zu dienen,

sich ihnen hinzugeben.

 

Zudem:

Jede Eucharistiefeier

lässt Jesus Christus ganz real werden.

In Brot und in Wein ist er ganz da,

gegenwärtig mitten unter uns.

In Brot und in Wein steckt Jesus selbst,

wirklich und wirksam.

 

Es gilt sein Wort:

Das Brot, das ihr esst,

das bin ich.

Dieser Wein ist mein Blut.

Weil ich euch liebe,

gebe ich alles, was ich geben kann,

sogar mein Leben.

Kostet davon,

kostet, damit ihr auf den Geschmack kommt,

den Geschmack eines neuen Lebens.

 

Nacht.

Finstere Nacht.

Heute findet alles

sein Ende.

Ein bitteres Ende.

Ein Ende,

mit dem niemand rechnen will.

Die Jünger nicht.

Die Freunde nicht.

Keiner seiner Anhänger.

 

Sollte es tatsächlich etwas geben,

das wir uns am Ende dieser Nacht

sagen lassen dürfen,

dann ist es dies:

dass Jesus Christus ganz da ist,

in Brot und in Wein,

und dass auch wir ganz füreinander

da sein sollen.

und zwar mit der gleichen

Leidenschaft für das Leben,

die ihn am Ende das Leben

gekostet hat.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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