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Gott kommt auf uns zu

Zum ersten Advent

 

 

Fremd ist es schon.

Irgendwie.

Immer wieder sind

wir eingeladen, zu Gott

zu kommen,

alles stehen und liegen zu lassen

und uns auf den Weg zu ihm

zu machen.

„Kommt alle zu mir!“

 

Aber jetzt,

jetzt in der vor uns liegenden

Zeit, da ist es gerade umgekehrt:

Gott will zu uns kommen.

Gott macht sich zu uns

auf den Weg

Hinein in diese Welt.

Hinein in dieses Leben.

 

Da will er verfügbar sein.

Mit Haut und Haaren.

Greifbar für jeden,

der seine Hand nach ihm austreckt.

spürbar für jeden, der sich

seiner Nähe nicht entzieht.

 

Gott kommt zu uns.

„Wohin kommt er?“

„Wohinein, will er

geboren werden?“

„Was findet er bei seinem

Kommen schließlich vor?“

 

Eine Welt, die immer mehr

aus den Fugen gerät,

wie Peter Scholl Latour bemerkt.

Eine Welt, die allmählich ihre Seele

verliert und auch jenen humanistischen

Geist, den sie so sehr liebt, wie Papst Franziskus

mit dem Blick auf Europa meint.

Eine Welt, in der die Dinge und Zusammenhänge

immer weniger überschaubar sind,

in der sich Menschen bekriegen,

und das auch in seinem Namen,

in der der Stärkere immer gewinnt

und der Schwache auf der Strecke

bleiben muss,

in der so vieles unter Menschen

nicht mehr hinnehmbar ist,

weil es die Würde und die Besonderheit

des Menschen und auch seine

Einzigartigkeit, die er vor Gott besitzt,

immer mehr in Frage stellt

und zerstört.

 

In das Leben so vieler,

das keinen Sinn mehr aufweist,

das einfach nur noch ziellos

und haltlos zugleich vor sich

hintreibt, mit dem sich viele

einfach nur noch überfordert sehen,

in dem die alltäglichen Herausforderungen

Überforderungen darstellen,

in dem es sich lediglich

einige wenige nur,

gut eingerichtet haben,

nicht selten auf Kosten

der anderen.

 

Gott kommt zu uns.

Er kommt hinein

in den ganzen Wust dieser Welt,

in die Überspanntheit und

Unsicherheit dieses Lebens.

 

Aber nicht nur das!

Die ganze Fragwürdigkeit

dieser Welt und dieses Lebens

macht er zu seinem eigenen

Schicksal.

Er durchlebt sie selber.

Er lässt sich diese Welt

und das Schicksal der Menschen

unter die Haut gehen.

Sich das eigene Leben

dafür kosten.

In Jesus, dem Christus.

 

Gott kommt zu uns.

Das Einzige, was er sich wünscht,

ist, dass wir ihn auch zu uns kommen lassen,

dass wir ihn aufnehmen in unser

Leben und von ihm her

unser Denken, unser Handeln,

unser Fühlen in Frage stellen

lassen, damit wir wieder

die Richtung erkennen

und für unser Leben die Orientierung

haben.

 

Die Richtung weist er uns

in seinem Sohn.

Orientieren können wir uns

an dessen Denken,

an dessen Handeln,

an dessen Fühlen.

 

Er sagt, wie das Leben geht.

Er sagt, worauf es im Leben ankommt.

Er sagt, wie wir das Leben bestehen

können.

 

Nein – nicht nur gerade so.

Vielmehr

mit Freude am Leben,

mit Begeisterung über die Begegnungen,

die es für uns bereithält,

und auch über die Herausforderungen,

die es uns in den Weg stellt.

Das Leben kann unendlich

schön sein. Kann.

Je nachdem, was wir uns

erlauben daraus zu machen.

Miteinander.

Nie gegeneinander.

 

Gott kommt zu uns

und er will uns lehren

was es ist, das uns Sinn

und Halt gibt und so

bestehen lässt.

 

Hierfür hat er uns

eine Vision gegeben.

Jesaja, der Prophet,

hält sie in einer wunderbaren

Metapher, in einem Bild,

fest.

 

Er erzählt u.a. von dem Kind,

das vor dem Schlupfloch der

Natter spielt.

Vollkommen irreal!

Aber so soll es sein

in dieser Welt,

unter uns Menschen.

So hat Gott es sich gedacht,

als er diese Welt

und mit ihr den Menschen,

Sie und mich,

ins Leben rief.

 

Keiner soll mehr Angst vor

dem anderen haben müssen.

Einander die Hände sollen

die Menschen sich reichen,

über alle eigenen Meinungen

und auch religiösen

Überzeugungen hinweg.

Befreit von Feindbildern und

Fundamentalismen.

Einander gelten lassen sollen

sie sich und voneinander groß

denken und wunderbar.

 

Das rückt die Welt wieder zurecht.

Das bringt Menschen

wieder zusammen.

Das lässt sie miteinander

bestehen.

Im Großen wie im Kleinen.

Zu schön gedacht?

Zu unrealistisch?

 

„Wenn wir die Rechnung

ohne den Wirt machen“

sicherlich.

Für uns geradezu unmöglich.

 

Erst recht ein Grund,

sein Kommen

zu erwarten.

Mit Freude zu erwarten.

Unruhig zu erwarten

und mit Spannung.

Stets offen für das vermeintlich

Irreale, eine Wirklichkeit,

die ihren Grund nicht in

dieser Welt hat,

sondern in Gott

allein.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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