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Es ist wie es ist

Mt 10,26-33

 

Die wenigsten Menschen

geben sich nicht damit zufrieden,

dass die Dinge so sind,

wie sie sind.

Sie wollen sie verstehen.

Sie wollen sie erklären.

Sie versuchen einen Sinn

in ihnen zu sehen,

Zusammenhänge zu erkennen

und Entwicklungen

zu überschauen.

 

Kurz:

Der Mensch

will das Leben begreifen,

erst recht das eigene und all das,

was es ausmacht und bestimmt.

 

Und dennoch bleibt ihm dabei

die Erkenntnis nicht erspart,

dass es Dinge gibt,

die er nicht verstehen,

die er nicht erklären,

in denen er keinen Sinn

sehen kann.

 

Das lässt ihn bisweilen verzweifelt sein.

Das lässt ihn nicht selten in die Irre gehen.

Insbesondere, wenn es sich um Dinge handelt,

die das eigene Leben

oder das nahe stehender

Menschen betreffen.

 

Lässt es sich verstehen,

warum ein Mensch, noch jung an Jahren,

plötzlich und unvermittelt aus dem Leben scheiden muss?

Lässt es sich verstehen,

warum eine Beziehung zwischen Menschen

plötzlich enden muss?

Lässt es sich verstehen,

was das Leben von einem will,

wenn es einen so sehr in die Knie zwingt

und einen Menschen an ihm verzweifeln lassen will?

 

Auf der anderen Seite

muss ich aber auch fragen:

Lässt sich das Glück eines Menschen verstehen?

Lässt sich die Freude eines Menschen begreifen?

Lässt sich das Schicksal, das es mit einem Menschen gut meint,

erklären?

 

Alles in unserem Leben läuft

auf diese eine Frage hinaus:

Welcher Sinn

steckt hinter unserem Leben

und den vielen Erfahrungen,

die es ausmachen und bestimmen,

den guten und den weniger guten?

 

Und manchmal stehen wir dann da,

so ziemlich

hilflos und verdutzt,

verzweifelt und deprimiert,

weil wir im Augenblick den Sinn

in den Dingen

nicht

verstehen,

erklären,

erkennen,

überschauen

können.

 

Alles hat seine Zeit,

meint der Prediger im Buch Kohelet.

Auch das Verstehen kennt seine Zeit.

Wie oft ergeht es uns so,

dass sich erst nach Jahren

der Sinn in den Dingen erschließt

und wir sagen:

Ja, dem musste so sein,

dem konnte und durfte gar nicht anders sein,

es war gut, so, wie es gekommen ist,

auch wenn wir dies zu Anfang

nicht annehmen,

verstehen

und

akzeptieren wollten.

 

Henry Nouwen schrieb einmal:

Die Kunst des Lebens zeigt sich darin,

dankbar zu sein und sich darüber zu freuen,

was wir sehen können,

und nicht darüber zu klagen,

was im Dunkeln und Ungewissen liegt.

Wenn es uns gelingt,

den nächsten Schritt zu tun

und darauf zu vertrauen,

dass es auch hell genug für den folgenden Schritt

sein wird,

werden wir auf dem Weg durch das Leben

mit Freude voranschreiten

und überrascht sein,

wie weit wir kommen.

 

Denn nichts ist verhüllt,

was nicht enthüllt wird,

und nichts ist verborgen,

was nicht bekannt wird,

meint Jesus.

 

Bis sich aber der Sinn

in den Dingen für uns erschließt,

er enthüllt und bekannt wird,

gilt es zu vertrauen

und sich die Zusage Jesu zu eigen zu machen,

sie ganz tief in unser Herz und unser Bewusstsein

einzulassen:

 

Fürchte dich nicht,

nicht vor den Menschen,

nicht vor dem Leben.

 

Halten wir zu ihm,

mit Vertrauen und Glauben

und mit Hoffnung,

so wie er zu uns halten wird

in den vielen Stunden

unseres oft so unbegreiflichen

und

manchmal

so sinnlos erscheinenden Lebens.

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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