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Der geht seinen Weg

Mt 16,21-27

 

 

„Der geht seinen Weg“,

so sagen wir hin und wieder

von einem Menschen,

der ganz genau weiß,

was er für sich

und sein Leben will;

der glaubt seinen Lebensinn

und sein Lebensziel gefunden

zu haben

und dies in aller Konsequenz

und mit Entschiedenheit verfolgt.

 

„Der geht seinen Weg.“

Wenn ein Mensch

so zielsicher seinen Weg geht,

dann ist er auch davon überzeugt,

dass das, was er tut,

um an sein Ziel kommen zu können,

unausweichlich ist  und richtig.

 

Dabei ist es oftmals

die innere Stimme eines Menschen,

die ihm in der Verfolgung

seiner Ideen und Pläne,

die Sicherheit gibt,

diesen treu zu bleiben.

 

Jesus ging seinen Weg.

Von Anfang an.

Konsequent.

Entschieden.

Treu zu sich selber.

Treu zu seinem Gott.

Treu bis zu seinem Tod.

 

„Der geht seinen Weg.“

So wie es Menschen gibt,

die treu ihrem Lebensweg folgen,

so gibt es immer wieder auch Menschen,

die sich einem in den Weg stellen

und vom Weg

abbringen wollen.

 

Petrus ist so ein Mensch.

Der will nicht begreifen,

dass Jesus, seinen Weg zu gehen hat

und er ihn nicht davon abbringen darf:

Weil ihm das Heil der Menschen

ein Anliegen ist, seine Rettung.

 

Zum Heil der Menschen

ist Jesus geboren worden,

zum Heil der Menschen

hat er unter Menschen gelebt,

zum Heil der Menschen

wird er sterben müssen,

zum Heil der Menschen

wird er auferstehen,

damit jeder, der ihm nachfolgt

und an ihn glaubt

das ewige Leben hat

und gerettet wird.

 

„Der geht seinen Weg.“

Jesus lässt sich von Petrus

nicht von abbringen,

den Weg zu gehen,

den nur er gehen kann

und niemand anderes

sonst.

 

Mit welcher Überzeugung

und Konsequenz verfolgen

wir unseren Lebensweg?

Haben wir das Ziel

unseres Weges klar vor Augen?

Haben wir in unserem Inneren

vernommen, was der Weg

für uns sein könnte?

Oder lassen wir uns

immer noch zu sehr

von den vielen Stimmen,

die von außen an uns herandringen

und von denen jede etwas anderes sagt,

von unserem Weg abbringen?

 

Du hast das Recht,

deine Mitmenschen zu enttäuschen,

wenn sie dich in ein Bild zwängen,

das dir nicht entspricht,

wenn sie dich festhalten wollen

in der Rolle dessen, der du nicht bist.

 

Ihre Sicht von dir ist begrenzt,

auch wenn sie dich lieben

und dein Bestes wollen.

Ihre Welt ist nicht deine Welt,

auch wenn ihr viel miteinander teilt.

 

Sie werden nie in deiner Haut leben,

nicht deine Nöte durchstehen,

nicht deine Entscheidungen treffen.

 

Ihre Ratschläge kannst du dir anhören,

sie mögen wertvoll sein,

aber du hast auch das Recht,

ihren Ratschlag auszuschlagen

auf der Suche nach deinem eigenen Weg.

 

 

Es ist nicht selbstverständlich,

dass wir auf der Suche nach

unserem eigenen Weg auf Menschen stoßen,

die uns dabei unterstützen

und uns in unseren Entscheidungen

verstehen wollen.

Es wird immer Menschen geben,

die sich wie Petrus uns

in den Weg stellen

und uns daran hindern,

das vor Gott als richtig,

wahr und notwendig

für unser Leben Erkannte,

umzusetzen und zu leben.

 

Eltern stellen sich

ihren Kindern in den Weg,

wenn sie es besser zu  glauben

wissen und wenn sie nicht

begreifen wollen, dass Kinder

auch erwachsen werden

und ihre eigenen Entscheidungen

zu treffen haben.

 

Ein Lebenspartner stellt sich

dem anderen in den Weg,

wenn er dem anderen

vorschreiben will,

was dieser zu tun und zu lassen hat

und dies dann damit entschuldigt,

dass sie ja nur das Beste für den

anderen möchte.

 

Institutionen und Systeme

stellen sich einem Menschen

in den Weg, wenn sie

einen derartigen Druck

auf ihn ausüben, dass dessen Persönlichkeit

zunehmend zerstört wird

und er am Ende nicht mehr weiß,

wer er eigentlich noch ist.

 

Sie werden dir sagen,

was du darfst und was nicht,

wie du etwas zu sehen hast und wie nicht,

wo deine Grenzen sind und wo nicht,

wie die Geschichte und die Gegenwart

zu verstehen sind und wie nicht,

wer falsch war und ist und wer nicht.

Sie werden viel zitieren, sich berufen,

sich in das „man“ flüchten

und nicht müde werden, sich zu ereifern

und um dein Seelenheil zu kämpfen.

 

Und keiner wird mit dem anderen

übereinstimmen,

aber jeder wird

mit mehr oder weniger

Festigkeit behaupten,

dass es so ist, wie er/sie sagt,

und nicht anders.

 

Jesus macht Mut,

den eigenen Weg zu gehen.

In aller Konsequenz,

mit aller Entschiedenheit.

Ohne wenn und aber.

Den Weg, den der Mensch

vor Gott als seinen Weg erkannt

hat.

 

Ich wünsche uns Menschen

an unserer Seite,

die uns auf der Suche nach dem Weg

Gottes mit uns unterstützen,

die uns ermutigen, zu leben,

was nur wir leben können.

Und –

ich wünsche uns den Mut,

Widerstand dort zu leisten,

wo Menschen uns daran hindern wollen,

dem Leben nachzukommen,

wie Gott es uns zugedacht hat,

als er uns schuf

und ins Leben rief.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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