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thomas diener                                                             systemische-lösungsorientierte                                                             supervision und coaching                                                                                                                                       geistliche begleitung                                                             gestalttherapeutische beratung

Ausgebrannt

Pfingsten

 

Da sitzen sie nun.

Eingeschlossen.

Abgeschlossen.

Verriegelt.

 

Da sitzen sie nun.

Und draußen geht

das Leben weiter.

Auf den Straßen.

In den Gassen.

Unter den Leuten.

 

Da sitzen sie nun.

Und plötzlich:

 

Ein Brausen

vom Himmel.

Ein Wind,

der das Dach abdeckt.

Ein Sturm, der

Fenster und Türen aufreißt.

Feuerzungen,

die sich auf die Männer niederlegen.

 

Keiner kann jetzt

mehr länger sitzen

bleiben. Vielmehr:

entflammt

von einer Energie,

die aufs Ganze geht,

übertreten sie die Schwelle

nach draußen.

Mit einer Zuwendung

zum Leben.

Eine neue Welt

tut sich für sie

und andere auf.

Mit Gottes Geist

erfüllt strecken sie sich aus

und holen den Himmel

auf die Erde zurück.

Wahrlich das ist Pfingsten:

Der Geist öffnet Türen,

die sonst verschlossen

bleiben würden.

 

Und was war,

das ist vergangen.

Und was sein kann,

das deutet sich an.

Keiner ist dem

anderen mehr fremd.

Alle verstehen sich.

Sie sprechen die gleiche Sprache.

Sie gehen aufeinander zu.

Sie liegen sich in den Armen.

Sie preisen Gott.

 

„Sie sind betrunken“,

meinen einige, die dabeistehen

mit dem Blick auf die Jünger

und das Treiben um sie herum

und grenzen sich von ihnen ab.

 

Es gibt nichts Schlimmeres,

als die eigene Begeisterung zu verlieren.

Und dennoch kann es einem passieren.

Das Leben kann so hart sein;

das Leben kann einen derart in die Enge führen;

das Leben kann von einem so viel verlangen, dass einem die Energie ausgeht,

jene Kraft, die die Mitte der Person

ausmacht.

Viele sprechen dann von

einem Burnout. Einem inneren

Ausgebranntsein.

 

Das ist der Moment,

in dem der Mensch sich am Liebsten

zurückziehen möchte und zwar von allem.

Das ist der Moment,

in dem der Mensch in seinem Inneren Schutz sucht,

abgeschlossen von der Welt um ihn

herum, die weiterhin nach ihren eigenen und

oft krankmachenden Gesetzmäßigkeiten tickt.

Das ist der Moment,

in dem der Mensch gerne

die Orientierung verliert,

den tiefen Sinn seines Lebens

nicht mehr versteht 

und keinen Ausweg mehr sieht.

 

Er wird normal und hält es kaum aus.

Er ist wie ein Held, der keine Abenteuer

mehr sucht.

Das Feuer des Lebens

scheint ihm verlorengegangen.

 

Wahrlich das ist Pfingsten:

Der Geist öffnet Türen,

die sonst verschlossen

bleiben würden.

Für Dich.

Für mich.

Für jeden von uns.

Auch für die Kirche.

Auch für unsere Gemeinden.

 

Für uns Christen

ist Gott die Begeisterung selbst.

Der Geist, der die Welt erfüllt.

Der Atem, aus dem alles wurde.

Wir beziehen unsere Begeisterung

aus Gottes Geist.

Und wir glauben,

dass Gott unsere Begeisterung will.

Dass Gott unser Lebendigsein will.

 

Nur mit Begeisterung

und der Freude am Leben

können wir uns der Welt

und den Menschen annähern.

Gott liebt diese Welt

stürmisch und hat große Pläne

mit ihr,

und wir sind dabei.

Kann es sein, dass Gott

seine Pläne durch uns erfüllt?

 

Manchmal verlieren

wir das Gespür für das,

was wir sein sollen,

als einzelne,

als Kirche,

als Gemeinde.

Wir verlieren dieses Gespür,

weil wir allzu sehr beschäftigt

sind mit den Dingen,

die nicht unseren eigentlichen

Wesenskern ausmachen.

Wir sind so sehr

auf diese Welt konzentriert.

Verschwenden unsere Begeisterung

an Unwichtiges.

Geraten aus unserer Mitte.

 

Dann brauchen wir Ruhe.

Dann müssen wir in uns gehen.

Dann dürfen wir uns nicht vereinnahmen lassen.

Dann heißt es auf Abstand zu gehen.

Sich einzuschließen.

Sich abzuschließen.

Sich zu verriegeln.

 

So wie die Jünger damals

einen Ort zu suchen, um

das Fleisch wieder mit den Geist zu verbinden,

das Alltägliche mit dem Göttlichen und sich daran erinnern zu lassen,

dass wir uns einst ein hohes Ziel

gesetzt haben.

 

Nicht vor dem was uns

umgibt, sollten wir Angst haben,

sondern vor dem Verlust

des Lebensfeuers.

Der Feind,

der uns vom erfüllten Leben

und unserer Berufung als Kirche

Jesu Christi

abhalten könnte,

lebt in uns selber.

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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