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Am Ende die Frage nach der Liebe

Mt 5,17-37

 

 

Haben Sie etwas zurückbehalten können,

von dem, was Jesus sagt?

Von seinen Worten

über das Gesetz und seine Erfüllung,

über die Gerechtigkeit und ihr Ausmaß,

über den Umgang

unter Brüdern,

unter Gegnern

und Feinden,

über die Ehescheidung

und die Bedeutung und die Würde

der Frau,

über den Schwur

und dass ein Ja ein Ja sein soll

und ein Nein ein Nein?

 

Das heutige Evangelium überfordert mich.

Es wiegt schwer und erschlägt mich geradezu.

Ich spüre wie es mir die Luft zum Atmen nimmt.

Und ich merke, dass ich ihm nicht gerecht werden kann.

In meinem Denken nicht.

In meinem Handeln nicht.

Schon gar nicht in einer Predigt

am Sonntagmorgen.

 

Aber es einfach stehen lassen?

Es gut sein lassen.

Darüber hinweg gegen.

Mich mit den Worten

der heutigen Lesung

anfreunden.

Das kann ich auch nicht.

 

Irgendwann kommt es mir sicherlich wieder in die Quere.

Irgendwann bremst es mich wieder aus,

holt mich auf den Boden der Tatsachen zurück

und konfrontiert mich gnadenlos

mit den Wirklichkeiten meines Lebens

und mit seinem Anspruch,

den es an mich stellt.

Den Jesus an mich heranträgt.

 

 

Dabei scheint alles so einfach zu sein,

mit dem, was Jesus sagt und meint.

Damit wir verstehen.

Jesus greift auf.

… die Alten haben gesagt

und dass zu ihnen gesagt worden sei.

Aber er lässt es nicht dabei.

Er führt es weiter.

Er entwickelt es weiter.

… ich aber sage euch.

Am Ende wird es radikal.

Geht auf die Wurzeln aller

Existenz und spitzt sich auf

das eine Gebot hin zu:

Das der Liebe.

 

Ein Gesetzeslehrer will

Jesus auf die Probe stellen.

Wir kennen die Geschichte.

Und dass Jesus sich nicht auf

die Probe stellen lässt,

das wissen wir auch.

Vielmehr, dass der Lehrer

seine eigene Frage zu beantworten

hat.

Und damit er die Antwort auch versteht,

erzählt Jesus die Geschichte vom Samariter,

dem barmherzigen,

der dem unter die Räuber gefallenen

seine Hilfe und Unterstützung zukommen

lässt.

Am Ende scheint der Groschen gefallen

zu sein und Jesus meint zu dem Mann:

Geh und handle ebenso.

 

Jetzt sind wir an dem Punkt angekommen,

auf den alles, was im Evangelium zu lesen

und zu hören ist, hinausläuft;

den Punkt, der den Menschen wirklich

herausfordert.

 

Bei der Suche nach Erlösung wird am

Ende die Frage nach der Liebe gestellt.

Es wird nicht berücksichtigt,

was wir getan,

woran wir geglaubt,

was wir erreicht haben.

Nichts wird davon in die Waagschale

gelegt. In die Waagschale gelegt wird

die Art, wie wir unseren Nächsten geliebt haben.

Die Fehler, die wir begangen haben fallen nicht

ins Gewicht.

Wir werden nach dem beurteilt,

was wir zu tun unterlassen haben.

Denn die Liebe in sich verschlossen

zu halten verstößt gegen das Gebot Gottes

und ist ein Zeichen dafür,

dass wir ihn nie gekannt haben,

dass er uns vergebens geliebt hat

und dass Jesus umsonst gestorben ist. (P. Goelho)

 

Hast du jemals wirklich

und tatsächlich geliebt?

Nicht nur dich selbst,

was den meisten Menschen am einfachsten fällt,

sondern auch den anderen Menschen neben dir

und im anderen Gott.

Glücklich ist am Ende wirklich nur der Mensch,

der von sich sagen kann:

Ja, ich habe wirklich geliebt.

Alles andere ist und bleibt

auch in den Augen Gottes nebensächlich.

 

Wenn es je so etwas geben sollte

wie ein „Jüngstes Gericht“,

es wäre durchaus möglich,

dass dies die entscheidende,

die einzige Frage ist,

die uns gestellt wird.

Die Frage nach

der Liebe.

 

Wenn ich in den Sprachen

der Menschen und der Engel

redete, hätte aber die Liebe nicht,

wäre ich dröhnendes Erz;

eine lärmende Pauke.

Wenn ich prophetisch reden könnte;

alle Geheimnisse wüsste;

alle Erkenntnis hätte,

wenn ich alle Glaubenskraft besäße;

damit Berge versetzen könnte hätte aber

die Liebe nicht,

wäre ich nichts. (1 Kor 13)

 

Wir Menschen gehen mit uns selber

und mit unseren Mitmenschen oftmals

liebloser um und härter zu Gericht,

als es Gott selber jemals tun würde.

Wir Menschen verfahren miteinander

oftmals gnadenloser und unbarmherziger

als Gott, der nichts anderes im Sinn hat,

als uns mit seiner Gnade zu beschenken.

 

Ja wir haben unsere je eigenen

Vorstellungen vom Leben und wie

Leben sein soll

und wir haben unsere Gesetze

und Vorschriften, nach denen wir

am liebsten die anderen werten und über sie richten.

Die Kirche hat sogar ein

ganzes Gesetzbuch, mit

dem sie in das Leben der Menschen

hinwirken will.

 

Aber Gott hat ein Herz

und am Ende zählt nicht,

was wir über unser oder das Leben anderer

zu sagen haben,

sondern einzig das,

was Gott dazu meint,

in Liebe und aus Liebe.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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