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Alles wird gut

Mt 19,12

 

 

Moderatoren

im Fernsehen

beenden sehr oft

ihre Sendung

mit einem immer

gleichlautenden Wunsch

an die Zuschauer.

 

„Machen Sie´s gut!“

„Passen Sie auf sich auf!“

„Bleiben sie gesund!“

Eine Moderatorin pflegte ihre

Sendung stets mit

den Worten zu beenden:

„Alles wird gut!“

 

„Alles wird gut!“

Woher kann die Frau

das wissen?

Woher kann sie wissen,

dass tatsächlich alles

gut werden kann,

wenn ich inmitten

einer schier ausweglosen

Lage stecke,

wenn ich fast schon alles

probiert habe, um mich

aus dieser Lage zu befreien,

wenn ich fast schon an diesem

Leben und an seinem Sinn

in die Irre gehen will,

weil eben gar nichts

gut zu werden scheint?

 

„Alles wird gut!“

Was soll da eigentlich

gut werden?

Und für wen soll

etwas gut werden?

 

Für das Kind

bedeutet etwas Gutes,

zu erfahren, dass es gewollt

und geliebt und angenommen

ist. Bedingungslos.

Und gut ist, wenn es

dies auch zu spüren

bekommt:

Zuneigung,

Zärtlichkeit,

Beachtung erfährt.

 

Für einen Jugendlichen

bedeutet etwas Gutes,

zu erfahren, dass sein Leben

eine Perspektive hat

und dass er auf der Suche

nach Zukunft nicht

alleingelassen ist,

vielmehr Unterstützung

und Bestätigung und

Verständnis erfährt.

 

Für einen Erwachsenen

bedeutet etwas Gutes,

zu erfahren, dass sein Leben

einen Sinn hat.

Einen unverrückbaren Sinn.

Dass sich das Leben

hier auf Erden lohnt.

Dass sich die Anstrengungen

um das Leben lohnen.

Dass sich der Einsatz für das Leben,

auch das der anderen Menschen

lohnt.

 

Für die Schöpfung

bedeutet etwas Gutes

zu erfahren, dass der Mensch

verantwortlich mit ihr umgeht.

Nicht aus ihr herausholt,

was rauszuholen ist.

Nicht wie wild in

die Schöpfung eingreift,

sie manipuliert

und ausnutzt.

Vielmehr, dass der Mensch

ein schonendes

und umweltfreundliches

Verhalten ihr gegenüber

entwickelt.

Dazu gehört auch

der Verzicht auf das, was

er zweifelsfrei tun könnte,

was aber der Schöpfung

und am Ende ihm selber

schadet.

 

„Alles wird gut!“

Vor Kurzem fiel mir eine Karte

in meine Hände. Darauf stand

zu lesen:

 

Wenn du interessant

sein möchtest,

sei interessiert.

Wenn du Freude

möchtest,

dann erfreue.

Wenn du geliebt werden

möchtest, sei liebenswert.

Wenn dir geholfen werden

soll, sei selbst hilfreich.

 

„Alles wird gut!“

Wenn alles gut

werden soll,

sei selber gut.

 

Gut zu dir selbst.

Gut zu deinem Nachbarn.

Gut zu deinen Mitmenschen.

Gut zu deiner Umwelt.

Gut zu der Natur.

Gut zu der Schöpfung.

Gut zu den Blumen.

Gut zu den Tieren.

Gut zu jedem Ding.

Gut zu jedermann.

 

Wenn alles gut

werden soll,

sei selber gut.

 

Auf diese Absicht des Herzens

kommt es an, wenn der Mensch

und mit ihm all das, was ihn umgibt

und ausmacht, überleben sollen.

 

Selber gut sein,

bedeutet nicht,

es gut zu meinen.

Das ist zu wenig.

Das kann manchmal

auch sehr egoistisch sein.

Es gut zu meinen sei,

so sagen manche,

genau das Gegenteil

von helfen.

 

Selber gut sein gegenüber

all dem, was mich umgibt

und jedermann, das kann ich

nur, wenn ich mir bewusst

bin und bleibe,

dass ein anderer

mir gut gesonnen ist,

mir gut gesonnen bleibt,

ganz gleich, was ich denke,

ganz gleich, was ich tue,

ganz gleich, wer ich bin.

 

So gut sein,

kann nur einer -  Gott.

Gott ist grundsätzlich gut

mir gut ,

dir gut ,

uns gut.

 

Zu Jesus

kommt ein Gesetzeslehrer:

„Guter Meister“, sagt er.

Jesus stoppt ihn unmittelbar:

„Warum nennst du mich gut?

Niemand ist gut, außer Gott,

dem Einen.“

 

Der Mensch ist nie nur gut.

Er kennt die Zerrissenheit

seines Herzens.

Er kennt die Ambivalenz

seiner Absichten.

Er weiß um das Gute

und er kennt auch das Böse.

Er leidet darunter

und sein Gegenüber oftmals

nicht weniger als er selber.

Im Gegenteil.

 

Die Jünger Jesu fragen nach:

Herr, wer kann

dann noch gerettet

werden?

Paulus kennt die Antwort.

In seinem Brief an die Römer ist

sie zu lesen:

 

Wir wissen, dass Gott bei denen,

die ihn lieben, alles zum Guten führt.

 

„Alles wird gut!“

Auf die Liebe kommt es also an.

Damit alles gut wird,

muss ich zur Liebe bereit sein.

 

Am Ende unseres Leben

wird uns die Frage nach der

Liebe gestellt werden.

Sag, hast du wirklich

wenigstens einmal

in deinem Leben wirklich

geliebt?

 

Du willst geliebt werden?

 

Dann liebe selber,

den anderen neben dir

und im anderen Gott.

Und bleibe nicht

dir selber nur der Nächste.

Ich glaube,

dann wird tatsächlich

alles gut.

 

Für dich.

Für mich.

Für jeden von uns.

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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