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Warten auf das, was kommt

zum ersten Advent

 

 

Schwere Kost,

die uns das Evangelium vorsetzt

und zumutet;

eine Kost, die erst einmal verdaut

werden muss.

Und - das kann dauern.

 

Worum geht´s eigentlich?

Um nichts anderes als die Wiederkunft Jesu.

Denn daran glauben wir Christen.

Im Glaubensbekenntnis sprechen wir es aus:

aufgefahren in den Himmel,

von dort wird er wiederkommen

zu richten die Lebenden und die Toten.

 

Für die ersten Christen stand die Wiederkunft

Jesu unmittelbar nach seiner Auferstehung

und Himmelfahrt bevor.

Vorläufig, vergänglich und

hinfällig war für sie daher alles gewesen.

Dementsprechend richteten sie sich

in dieser Welt ein oder vielmehr nicht ein.

 

Wiederkunft heißt auch Parusie.

Seit mehr als 2000 Jahren warten nunmehr

Christen auf die Parusie ihres Herrn.

Unvorstellbar,

wie lange Er auf sich warten lässt.

 

Manche sind schon längst des Wartens leid.

Sie haben genug gewartet.

Was soll´s?

Dann eben nicht.

Übrigens,

unsere jüdischen Glaubensbrüder und -schwestern,

sie warten bis heute,

nicht auf die Wiederkunft Jesu,

sondern auf das Kommen des Messias.

 

Es ist Advent.

Nicht erst seit heute.

Es ist Advent

seit mehr als 2000 Jahren.

Die Kerzen für alle Sonntage dieser zurückliegenden

Jahre könnte man nicht zählen.

Aber sie sprächen Bände

von dieser langen Zwischenzeit,

von dieser langen Zeit des Wartens,

darauf,

dass endlich etwas passiert,

dass sich endlich etwas ereignet,

dass Er sich ereignet

und dass wahr wird, was uns verheißen ist:

und alle Menschen werden das Heil

sehen, das von Gott kommt.

 

Was bedeutet Advent?

Advent bedeutet Ankunft.

So viel steht fest,

auch für die Jüngsten unter uns.

Aber es geht wie so oft auch dabei um mehr.

Es geht um viel Grundsätzlicheres.

 

Dass wir den Blick einüben

in die Vorläufigkeit all dessen,

worauf wir setzen.

 

Dass wir bereit sind,

ein Leben ohne endgültige Lösungen

und Antworten zu führen und dabei zufrieden,

ja sogar glücklich sind,

weil wir Erfüllung von einer anderen Ebene erwarten

und auf die Quelle unseres Lebens vertrauen,

die jenseits unserer selbst liegt.

 

Dass wir zugleich darauf hoffen,

dass hinter allem, was brüchig ist,

Gott steht, der einer von uns wurde

und durch sein Menschenleben

bezeugt hat,

dass die Hoffnung

auf ihn nicht vergeblich

ist.

 

Der Advent macht uns fähig,

darauf zu vertrauen, dass Jesus kommen

wird.

So wie er in unsere Vergangenheit gekommen ist,

wird er wieder in unsere Zukunft kommen,

in unsere privaten Konflikte und in unsere

leidende Welt, in den ganzen Wust

unseres irdischen Lebens hinein.

Dann wird für uns Christen die Vergangenheit

zum Vorspiel von etwas Großartigem,

und das „Komm, Herr Jesus“

nicht zu einem Ruf der Verzweiflung,

sondern ein zuversichtlicher Ruf

einer Hoffnung,

wie sie nur uns Christen zu eigen ist.

 

Unsere Welt braucht adventliche Menschen.

Menschen, die erwarten.

Menschen, die hoffen.

Menschen, die glauben.

Menschen, die wachen.

 

Wachen sei unser Dienst,

mein die Schriftstellerin und Ordensfrau

Silja Walter und schreibt hierzu

einmal jene Zeilen:

Wachen ist unser Dienst,
wachen.
Auch für die Welt.
Sie ist so leichtsinnig,
läuft draußen herum
und nachts ist sie auch nicht
zuhause.
Denkt sie daran,
dass du kommst?
Dass du ihr Herr bist
und sicher kommst?

Herr,
durch meine Zellentüre
kommst du in die Welt
und durch mein Herz
zum Menschen.
Was glaubst du, täten wir sonst?

Wir bleiben, weil wir glauben.
Zu glauben und zu bleiben
sind wir da -
draußen
am Rande der Stadt.

Herr,
jemand muss dich aushalten,
dich ertragen,
ohne davonzulaufen.
Deine Abwesenheit aushalten,
ohne an deinem Kommen zu zweifeln.
Dein Schweigen aushalten
und trotzdem singen.
Dein Leiden, deinen Tod mitaushalten
und daraus leben.
Das muss immer jemand tun
mit allen anderen.
Und für sie.

Und jemand muss singen,
Herr,
wenn du kommst,
das ist unser Dienst:
Dich kommen sehen und singen.
Weil du Gott bist.
Weil du die großen Werke tust,
die keiner wirkt als du.
Und weil du herrlich bist
und wunderbar wie keiner.

                                               Silja Walter

 

Bedenken wir:

Niemand von uns besitzt Gott so,

dass er nicht mehr auf ihn warten

müsste.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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