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Vergiss es nie, dass du lebst ...

Lk 7,1-10

 

 

„Alle Menschen sind frei.

Sie sind gleich an Würde

und Rechten geboren.“

Artikel 1 der allgemeinen Erklärung

der Menschenrechte hält dies so fest.

 

Das Grundgesetz

der Bundesrepublik Deutschland

präzisiert:

„Die Würde des Menschen

ist unantastbar.

Sie zu achten und zu schützen

ist Verpflichtung

aller staatlichen Gewalt.“

 

Die Menschenwürde ist oberster Grundwert.

Die Menschenwürde ist die Wurzel aller Grundrechte.

Die Menschenwürde besteht unabhängig von

Eigenschaften des Menschen,

körperlichen und geistigen Zuständen,

von Leistung und Status.

Die Menschenwürde gilt absolut.

 

Worin macht sie sich fest?

Woher leitet sie sich ab?

Was macht die Würde eines Menschen aus?

 

Etwa die Tatsache,

 

dass der Mensch eine Seele hat,

dass er sich seines Verstandes bedienen kann,

dass er die Fähigkeit zum Urteilen besitzt,

dass er sich frei entscheiden kann,

dass er kreativ tätig sein kann,

dass er eine ihm ganz einmalige Wahrnehmung der Dinge besitzt,

dass er einen Platz auf dieser Erde und unter den anderen Menschen einnimmt,

den nur er einnehmen kann und kein Zweiter?

 

Welche Antwort wir auch immer

zu geben haben,

die Würde des Menschen

erfordert den Respekt des anderen.

die Würde des Menschen

erfordert die Achtung

durch den anderen,

die Würde des Menschen

zieht die Wertschätzung

durch den anderen nach sich.

 

Für das Judentum

und das Christentum

macht sich die Würde des Menschen

in seiner Gottesebenbildlichkeit fest.

 

Im Psalm heißt es:

 

Ich bestaune den Himmel,

das Werk deiner Hände,

den Mond und alle die Sterne,

die du geschaffen hast:

Wie klein ist da der Mensch,

wie gering und unbedeutend!

Und doch gibst du dich

mit ihm ab

und kümmerst dich um ihn!

 

Ja, du hast ihm Macht

und Würde verliehen;

es fehlt nicht viel und er wäre

wie du.

Du hast ihm zum Herrscher gemacht,

über deine Geschöpfe,

alles hast du ihm unterstellt;

die Schafe, Ziegen und Rinder,

die Wildtiere in Feld und Wald,

die Vögel in der Luft

und die Fische im Wasser,

die kleinen und die großen,

alles, was die Meere durchzieht.

 

Herr, unser Herrscher,

wie groß ist dein Ruhm

auf der ganzen Erde.

Ps 8

 

 

Herr, bemüh dich nicht!

Denn ich bin es nicht wert,

dass du mein Haus betrittst.

Deshalb habe ich mich auch

nicht für würdig gehalten,

selbst zu dir zu kommen.

Lk 7,1-10

 

Was immer auch

der römische Hauptmann

von sich selber denken mag,

Jesus hört seine Bitte.

Jesus vernimmt sein Rufen.

Jesus sieht seine Not.

Und er sieht seine Zurückhaltung.

Und er sieht seine Angst.

Und er sieht seinen Glauben.

Einen Glauben, wie er ihn

noch bei keinem anderen gefunden

hat.

 

Herr, ich bin nicht würdig,

dass du eingehst unter mein Dach …

Auch wir nehmen in jedem Gottesdienst

diese Worte in den Mund.

Wir bekennen

unsere Kleinheit,

unsere Schwachheit,

unsere Hilflosigkeit,

unser Angewiesensein

vor unserem Gott.

 

Wir sind nicht würdig, meinen wir.

Was macht uns unwürdig?

 

Unsere negativen Gedanken?

Unser Neid?

Unsere Missgunst?

Unsere Unzufriedenheit?

Vielleicht unsere Streitsucht?

Unser Egoismus?

Unser Ärger?

Unser Zorn?

Unsere Gier nach immer mehr?

Unsere Suche nach Anerkennung?

 

Und was ist das eine Wort,

das unsere Seele gesund macht,

das uns von all dem befreit,

was uns unwürdig macht?

 

Wir lechzen nach Gesundung.

Wir sehnen uns nach Heilung.

Und nach dem einen Wort:

Du bist würdig.

 

„Die Würde des Menschen

ist unantastbar.“ Ja.

 

Und sie bleibt bestehen.

Unabhängig von dem,

was wir selber über uns

denken mögen.

Unabhängig von dem,

wie wir selber mit unserem

Leben zu recht kommen mögen

oder nicht.

Unabhängig von dem,

was wir durch andere

an unsere Seele verletzenden Worten

und Handlungen erfahren mögen.

Unabhängig von all den Versuchen,

den oftmals zerstörenden

und menschenverachtenden Versuchen,

dem Menschen die Würde

rauben zu wollen.

Unabhängig von all den

Einschränkungen, die uns das

Leben zumuten will.

 

Vergiss es nie:

Dass du lebst, war keine eigene Idee,
und dass du atmest, kein Entschluss von dir.
Vergiss es nie:

Dass du lebst, war eines anderen Idee,
und dass du atmest, sein Geschenk an dich.


Vergiss es nie:

Niemand denkt und fühlt und handelt so wie du,
und niemand lächelt so, wie du's grad tust.
Vergiss es nie:

Niemand sieht den Himmel ganz genau wie du,
und niemand hat je, was du weißt, gewusst.

Vergiss es nie:

Dein Gesicht hat niemand sonst auf dieser Welt,
und solche Augen hast alleine Du.
Vergiss es nie:

Du bist reich, egal ob mit, ob ohne Geld;
denn du kannst leben! Niemand lebt wie du.

Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls,

keine Laune der Natur,
ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur.
Du bist ein Gedanke Gottes,

ein genialer noch dazu!
Du bist du,
das ist der Clou,
ja, du bist du!

Jürgen Werth

 

Wie wäre es, wenn wir uns

vielmehr Gedanken darüber

machten,

wie wir einander

mit Respekt,

mit Achtung

und mit Wertschätzung

begegnen können,

um der uns unwiderruflich

von Gott geschenkten

Würde gerecht zu werden?

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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