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Revolutionäres Christsein

Lk 12,49-53

 

 

 

 

Das sitzt.

Das steht.

Unverrückbar.

Fest.

So etwas muss man nicht

zweimal sagen.

Vielmehr:

Dazu gibt es gar nichts mehr zu sagen.

Wirklich nicht?

 

Offen gestanden:

Ich habe mich zunächst ganz schön

an den Worten Jesu gerieben.

Feuer.

Und brennen soll es.

Überall.

Lichterloh.

Von weitem schon zu sehen.

Von weitem schon zu riechen.

Angsterregend.

Furchteinflößend.

 

Sollte ich etwas falsch

verstanden haben von Jesu

Ansinnen,

seinem Anliegen,

dem Evangelium?

 

Aber dann kam mir

in den Sinn:

Eigentlich hat er ja recht,

mit dem, was er sagt, Jesus.

Zwietracht herrscht

unter den Menschen.

Sie brauchen nur einmal

am Nachmittag das Fernsehen

einzuschalten.

Krieg auf allen Kanälen:

Der Ehemann gegen die Ehefrau.

Die Geliebte gegen ihren Geliebten.

Die Tochter gegen die Mutter.

Die Schwiegermutter gegen den Schwiegersohn.

Der Stiefvater mit der Stieftochter.

Der mit dem.

Die mit dem anderen.

Zwietracht eben.

 

Und Streit.

Und Missgunst.

Und Neid.

Und Eifersucht.

Und Intrige.

Und Betrug.

 

Das ist nicht mit anzusehen!

Da kann man sich nur wundern.

Entsetzt den Apparat ausschalten.

Denn, dazu gibt es wirklich

nichts mehr zu sagen.

 

Aber vielleicht doch zu

der Frage:

Was macht Christsein aus?

Was bedeutet, getauft zu sein?

Denn darum geht´s.

Das ist das Thema.

Alles weitere kommt

von daher.

 

Christen

sollen Feuer und Flamme sein

für die Anliegen Jesu,

für sein Evangelium,

für das, was er zu sagen hat

über Gott,

über den Menschen,

über das Leben.

 

Christen

sind keine Menschen,

denen man Feuer

unter den Hintern machen müsste,

sondern die ergriffen sein sollten

von einem inneren Feuer.

Einem Feuer, das in ihnen brennt.

Einem Feuer, das sie treibt,

immer mehr nach vorne.

Einem Feuer, das sie Licht sein lässt

für alle und alles,

was im Dunkeln liegt.

 

Es gibt ein anderes Wort hierfür:

Begeisterung.

Wo der Geist Gottes wirklich

am Wirken ist,

da geht es ganz schön heiß her

unter Christen und mit ihnen.

Wo der Geist Gottes wirklich

am Wirken ist,

da verzehrt man sich,

da ist man Feuer und Flamme,

da brennt man ganz

für die eine Sache.

Die Sache Jesu.

 

Nein:

Christsein ist nichts für den Ponyhof,

Christsein ist nichts für die Kuschelecke.

Christsein ist von Grund auf

ein Bekenntnis zum Leben,

ein Bekenntnis zu dem Leben,

wie es von Gott gedacht ist,

ein Bekenntnis zu dem, an dem sich

die Geister schon immer geschieden

haben.

 

Denn:

Christsein bedeutet entschieden zu sein.

Christsein bedeutet konsequent das zu leben,

was man vom Evangelium verstanden hat.

Christsein bedeutet, Farbe zu bekennen:

Wenn es um das Glück des Menschen geht.

Wenn Missstände offenkundig sind.

Wenn das Evangelium verzerrt wird.

Wenn die Botschaft vom Frieden

vor den Karren eines faulen Kompromisses

gespannt wird:

Dann sind Christen gefordert.

Das gefällt nicht jedem.

Manche haben hierfür

schon mit dem Leben

bezahlen müssen.

Vielerorts tut man es

noch heute.

 

Das ist Tatsache:

Christen sind und bleiben Störenfriede.

Sie machen keine gute Miene zum bösen Spiel.

Sie streiten.

Ja, sie streiten,

wo es nötig ist,

damit Frieden,

damit Glück,

damit Heil,

damit Erlösung

möglich werden.

 

Dietrich Bonhoeffer,

der wegen seines christlichen Bekenntnisses

1945 im KZ Flossenbürg ermordet wurde,

schrieb einmal:

 

Die Religion spielt für die Psyche

des 19. und 20. Jahrhunderts die Rolle

des sogenannten guten Zimmers,

in das man sich gerne auf ein paar

Stunden zurückzieht, um dann aber wieder

gleich in seine Arbeitsstube zu treten.

Eins aber ist klar,

dass wir Christus nur verstehen,

wenn wir uns zu ihm

in einem schroffen Entweder-Oder

entscheiden.

Zur Verzierung und Verschönerung

unseres Lebens ist er nicht ans Kreuz

gegangen.

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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