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Eine ganz normale Familie

Am Fest der Heiligen Familie

 

 

 

Heilige Familie!

Heilige Familie?

 

Was lässt sie heilig sein?

Was so außerordentlich,

dass sie über allen anderen Familien stehen

und diesen Vorbild sein sollte?

 

Bei genauerem Hinschauen stellt man fest,

unproblematisch, wie oftmals dargestellt,

geht es auch zwischen Maria und Joseph und Jesus nicht zu.

 

Joseph ist ein Handwerker,

der sich bemüht, mit seinem Geschäft

und den wenigen Einnahmen,

sich und seine Familie über Wasser zu halten.

Er schuftet am Tag. Am Abend fällt er müde ins Bett,

wie jeder andere von uns,

wenn er einen anstrengenden Tag endlich

hinter sich gebracht hat.

 

Und Maria?

Vergessen wir einmal

den Zauber von Weihnachten,

der sich um ihr Leben gelegt hat und vieles,

was ihr passiert ist, verklärt.

Sie ist gerade einmal vierzehn Jahre jung.

Tatsache: Ein Kind bekommt ein Kind.

Nichts Schönes! Stress pur!

Für das Kind da sein zu müssen,

den Ansprüchen eines Mannes gerecht werden zu müssen

und selber noch nicht zu wissen,

wer man eigentlich ist,

das überfordert!

Das kostet den letzten Nerv.

 

Daran ist Jesus nicht ganz unschuldig!

Kaum lässt man ihn aus den Augen,

stellt dieser schon den Teufel an.

Er riecht den verlockenden Duft der Freiheit,

haut ab und lässt sich am Ende

im Tempel wiederfinden.

 

Dass all dies nicht ohne Folgen bleiben kann,

liegt auf der Hand.

Man kann es lediglich ahnen,

wie viel Ärger er sich damit eingebrockt hatte.

Der Vorwurf, wie Jesus seinen Eltern das antun konnte,

gibt wohl kaum etwas von der Sorge

und der Verzweiflung der Eltern wieder,

die ihr Kind wirklich verloren glaubten.

Klare Worte werden gefallen sein!

Solange du deine Füße ..., nun ja, wir wissen schon.

 

Jesus lässt sich nicht davon beeindrucken.

Er setzt noch eins oben drauf:

Was wollt ihr eigentlich!

Es ist mein Leben, das ich zu leben habe.

Maria und Joseph sind wie vor den Kopf gestoßen.

 

Heilige Familie!

Heilige Familie?

 

Eher doch ein nicht glattes Verhältnis.

Aber auch kein dramatisch krisenreiches.

Eher eine normale Familie mit dem üblichen Auf und Ab.

Wilhelm Brunners hat das so in Worte gefasst:

 

Heilige Familie

 

die mutter

der vater

das kind

die heile

familie

 

vergiss

was du

über sie

gehört hast

 

denn sie

war eine

ganz und gar

normale familie

 

wenn du

etwas über

sie wissen

willst

informiere

dich nicht

bei denen

die nicht

zulassen

dass sie eine

ganz und gar normale familie

war

 

wenn du etwas über

sie wissen

willst

schau in die

eigene familie

und denke nach

über das

was du dort erlebst

 

verstehen

enttäuschung

 

zuneigung

ablehnung

 

trennung

umarmung

 

zorn

liebe

 

vergleiche

dich ruhig

mit ihr

und halte

dich nicht

für schlechter

 

vergiss was du

über sie

gehört hast

 

sie war eine ganz und gar

normale familie

 

deshalb halte sie heilig.

 

Das stimmt nicht

und stimmt doch.

Natürlich wird diese Familie

immer unvergleichbar bleiben

- bei der Zusammensetzung!

 

Aber sie lebten als eine

ganz normale Familie.

Nicht abgehoben,

sondern mittendrin.

 

Jesus erlebt Familie,

so wie andere Menschen auch.

Über die meisten Details schweigt

das Neue Testament,

aber Verbindungslinien bleiben.

 

Sie haben alles erlebt.

Drei Jahrzehnte lang.

Eine jüdische Familie.

 

Heilige Familie!

 

Unvorstellbar,

wo hinein Gott seine

Menschwerdung geschehen lässt.

Unvorstellbar auch,

mit welchen Möglichkeiten Gott unseren Alltag erfüllt,

unser eigenes kleines Leben.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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