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Die Frucht der Liebe ist Liebe

Lk 7,36-8,3

 



Sie ist die,

die ihre Zeit mit anderen

Männern im Bett verbringt.

Sie ist die,

der sie vorwerfen,

dass sie die Ehe gebrochen

hätte.

Sie ist die,

die man zum Richtplatz

führt, um sie wegen

ihres Vergehens zu steinigen.

Sie ist die,

vor die sich Jesus stellt,

die er verteidigt

und vor dem Tod,

dem sicheren, rettet,

indem er den anderen

den Spiegel vorhält:

 

Wer von euch ohne Sünde ist,

der werfe als erster den Stein

auf sie.

 

Mit anderen Worten

und um es mit den Gedanken

eines zeitgenössischen Schriftstellers

auf den Punkt zu bringen:

 

Keiner hier ist so, wie er sollte,

so, wie er wollte, so, wie er könnte.

Keiner hier ist so, wie er sollte.

Wir haben versagt.

 

Wenn das Hauptgebot Liebe

zueinander und zu Dir, mein Gott,

dann ist das vor allem unsere Schuld,

wenn die Liebe fehlt.

 

Wenn das Ziel eine Gesellschaft ist,

wo Menschen alle Brüder sind,

dann ist das unsere wichtigste Pflicht,

dass die Liebe wächst.

 

Wenn uns Jesus sehr imponiert,

weil er nicht nur an sich selbst denkt,

dann ist er der Maßstab für uns,

dann ist er der Weg.

 

Keiner hier ist so, wie er sollte,

so, wie er wollte, so, wie er könnte.

Keiner hier ist so, wie er sollte.

Wir haben versagt.

                                               H. Coenen

 

Sie ist die,

die ihre Zeit mit anderen

Männern im Bett verbringt.

Sie ist die,

der sie vorwerfen,

dass sie die Ehe gebrochen

hätte.

Sie ist die,

die man zum Richtplatz

führt, um sie wegen

ihres Vergehens zu steinigen.

Sie ist die,

vor die sich Jesus stellt,

die er verteidigt

und vor dem Tod,

dem sicheren, rettet,

indem er den anderen

den Spiegel vorhält.

 

Und - sie ist die,

die sich jetzt in die Szene hineindrängt

und das Zusammensein zwischen

dem Gastgeber, Simon, einem Pharisäer,

und Jesus erheblich stört

und durcheinanderbringt;

die an Jesus herantritt,

deren Tränen auf die Füße Jesu fallen,

die ihn küsst

und mit kostbarem Öl salbt.

 

Für die Einen ist ihr Verhalten

eine Provokation.

Für Jesus ist es die Konsequenz

seiner ihr zuvor entgegengebrachten

Liebe und Vergebung.

Denn nur Liebe

kann so viel an Liebe und Zuneigung

hervorrufen,

wie sie diese Frau Jesus erweist.

 

Ich bin nicht so, wie es scheint,

nein, so bin ich nicht.

Meine Show ist Tarnung,

manchmal glaub ich selbst daran.

Ich bin nicht so, wie man meint,

nein, so bin ich nicht.

Aber irgendwo tief drinnen

gibt´s ein zweites Ich,

das will leben und sich geben,

wie es ist.

 

Von Einem weiß ich, der war so,

wie ich gern wär: entspannt und froh.

Er stimmte mit sich selber überein.

Nicht schwankend wie ein Rohr im Wind,

nicht schizophren, wie wir oft sind.

Er wusste, was er wollte, ganz genau.

Gespeist von einer tiefen Kraft,

hat Er Unmögliches geschafft:

den anderen anzunehmen, wie er ist.

Ich suche einen Weg zu gehen,

mit seinem Blick die Welt zu sehn,

und tastend, stolpernd folg ich seiner Spur.

 

Ich bin innen ziemlich morsch,

ziemlich hohl und leer.

Meine Wurzeln gehen nicht tief,

und von Früchten keine Spur.

Ich bin spröde und labil,

manchmal viel zu hart.

Aber irgendwo tief drinnen

gibt´s ein zweites ich,

das will blühen und sich mühen

auch um Frucht.

H. Coenen

 

Die Frucht der Liebe ist immer Liebe.

Die Szene im Haus des Pharisäers

macht es deutlich.

sie lässt aufhorchen,

sie fordert heraus,

sie stellt in Frage,

auch uns:

 

Sag, hast du jemals,

ein einziges Mal wenigstens

in deinen fünfzig Jahren

wirklich geliebt:

die Mutter oder einen Teddybär,

ein Pony, ein Meerschweinchen, deinen Opa,

eine Frau, einen Mann?

 

Ich meine nicht:

ob du gehangen hast an ...

ob du gern gespielt hast mit ...

ob du verliebt warst in ...

ob du dir Sorgen machtest um ...

ob du süchtig warst nach ...

ob du geschlafen hast mit ...

ob du abhängig warst von ...

 

Versteh mich recht. Ich meine,

ob du wirklich geliebt hast?

Wenigstens ein einziges Mal?

 

Wenn es je so etwas geben sollte

wie ein „Jüngstes Gericht“,

es wäre ja möglich,

dass dies die entscheidende Frage ist,

die dir gestellt wird.

Die Frage nach der Liebe.

H. Coenen

 

In seinem Roman:

„Mein Name war Judas“

kommentiert der Autor

C.K. Stead diese Szene

am Ende mit diesen Worten:

 

Maria Magdalena wurde zu einer

der treuesten Begleiterinnen Jesu.

Zweifellos liebte er sie.

Jesus vertraute ihr,

vergab ihr ihre Sünden

und erfreute sich ihres unerschrockenen

Wesens.

Gewiss hätte er sie in den Kreis seiner Jünger

erhoben, wäre sie ein Mann gewesen.

Wenn er in düsteren Momenten

die Verfehlungen seiner Jünger

anprangerte, ging es oft

um ihren Mangel an Glauben.

Er sagte:

Sie seien schwach,

wankelmütig

und unentschlossen,

und er verglich sie mit

Maria Magdalena,

die niemals schwankte,

ihn niemals verleugnen

oder verraten werde.

 

Wir wissen nicht,

ob es sich tatsächlich

um Maria Magdalena handelt.

In der Geschichte bleibt

sie die Frau ohne Namen.

Darauf käme es jetzt

auch nicht an.

Was bleibt

ist vielmehr die Erkenntnis:

 

Die Frucht der Liebe

ist Liebe,

bleibt Liebe.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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