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Karfreitag

Der das Kreuz trägt

 

Wir schauen heute auf

die Leidensgeschichte

des Mannes,

der für uns Gott ist

und den wir als Gottes Sohn bekennen.

 

Wir schauen heute auf

die Leidensgeschichte

des Mannes,

der in die Welt kam,

um den Menschen die Liebe zu lehren

und der Welt zu zeigen,

was es ist, das das Leben

zum wirklichen Leben macht,

und der auf seine guten Absichten hin

die Grausamkeit dieser Welt

und ihrer Menschen zu spüren

bekommt,

insbesondere jener Menschen,

für die die Gesetzmäßigkeiten dieser Welt

das Maßgebende sind und

für die nur das Eine wirklich zählt:

 

Macht und Einfluss,

Anerkennung und Ansehen

und die Möglichkeit andere Menschen

zu manipulieren

und zu steuern, sei es politisch oder religiös,

auf alle Fälle doch so,

wie es ihren eigenen Interessen entspricht.

 

Jeder, der sich als Christ

zu diesem Mann aus Nazareth bekennt,

kommt an seiner Geschichte nicht vorbei,

die damit beginnt, dass Gott Mensch werden will,

um dem Menschen durch ihn seine Liebe

und Zuneigung zu erweisen

und ihm zu zeigen, was seine Berufung ist,

nämlich das Leben in Fülle zu haben

und selbst ein Beispiel der Liebe Gottes zu dieser Welt

und ihren Menschen zu sein.

 

Jeder, der sich als Christ

zu diesem Mann aus Nazareth bekennt,

dem bleibt es aber auch nicht erspart,

diese wohl dunkelste Stunde im Leben

des Gottessohnes mitzuerleben,

sie auf sich wirken zu lassen

und den Schrecken dieses grausamen Schauspiels

vor den Toren Jerusalems auszuhalten.

 

Was uns hierbei begegnet,

das kann uns nicht gleichgültig lassen.

Was uns hier vor Augen geführt wird,

das betrifft auch uns in der Tiefe und

Mitte unseres eigenen Lebens.

 

Am Kreuz nämlich wird die grausame Realität,

dieser Welt offenbar,

Unverstellt und brutal

wird sie uns zugemutet.

Ob wir sie anerkennen wollen oder nicht.

 

Hier zeigt sich,

wozu Menschen in der Lage sind:

Dem Plan Gottes entgegenzuwirken.

Gottes Absichten mit dem Menschen

und dieser Welt zu verkennen.

Sie zu ignorieren, mitunter wider besseres Wissen.

Sich selber zu Herren über Leben und Tod zu machen

und damit das Leben dem Tod und seinem Untergang

näher zu bringen.

 

Wo immer Menschen eigenmächtig handeln,

ohne die Rückbindung an Gott

und die Anerkennung seiner Absichten,

wird die Welt und mit ihr all das,

was sie ausmacht und bestimmt,

nicht zuletzt der Mensch selbst,

ans Kreuz genagelt.

 

Das ist die bittere Wirklichkeit,

die uns unsere Geschichte lehrt.

Das ist die grausame Kondition,

in der sich menschliches Leben abspielt.

Dafür ist der Mensch selber verantwortlich

und nicht Gott.

Hier stellt sich nur einem die Frage nach dem Warum,

nämlich dem Menschen selbst.

Mensch, warum hast du deine

dir von Gott gegebene Bestimmung verraten?

 

Zeichen dieses Verrates

sind die zahllosen Kriege in dieser Welt.

Zeichen dieses Verrates

sind die unschuldig misshandelten Kinder.

Zeichen dieses Verrates

sind die vielen Menschen,

die unter anderen Menschen zu leiden haben

und zum Opfer werden von Terror und Gewalt,

von Unbarmherzigkeit und Hass.

Zeichen dieses Verrates

sind die Geschundenen und die Gequälten,

die Gedemütigten und die Gebeugten,

die am Boden Zerstörten und die Geschlagenen.

 

Am Kreuz aber wird auch eine Wirklichkeit greifbar,

die der Mensch nicht beeinflussen kann.

Eine Wirklichkeit, der er einfach nur hilflos

und ohnmächtig ausgeliefert bleibt,

die ihn immer wieder aufs Neue in die Irre gehen

und ihn an seinem Gott verzweifeln lässt.

 

Hier geht es um die Wirklichkeit,

die ihren Ursprung nicht

in der Absicht des Menschen hat.

Insbesondere wenn es sich dabei um das unerklärbare Leiden

dieser Welt und des Menschen an den Rahmenbedingungen,

in denen sich dieses Leben abspielt, handelt.

Auch dieses Leid eines Menschen findet sich

am Kreuz des Mannes aus Nazareth wieder.

 

Zeichen hierfür sind

die vielen kranken Menschen,

deren Krankheit wir nicht erklären können,

die wir schon gar nicht in den Griff bekommen,

selbst mit den hoch entwickelten medizinischen Standards nicht,

und denen wir die Antwort auf die Frage

nach dem Warum schuldig bleiben müssen.

 

Zeichen hierfür sind die zahlreichen Menschen,

die sich ohne jeden ersichtlichen Grund,

dem Leben nicht mehr gewachsen fühlen

und seinen Sinn nicht mehr verstehen wollen

und dabei immer mehr zugrunde gehen.

 

Zeichen hierfür ist die Ratlosigkeit des Menschen

angesichts von Ereignissen in dieser Welt,

die ihn nur noch schweigen lassen und

die sich durch die Geschichte hindurch

ziehende Frage nach dem Unerklärbaren und dem,

was sich niemals verstehen und begreifen lässt.

 

Der Karfreitag ist nicht der Tag,

um die Wirklichkeiten dieser Welt schön zu reden.

Er ist vielmehr der Tag, sich diesen Wirklichkeiten zu stellen.

Aber nicht ohne Gott, der sich selbst diesen Realitäten ausgeliefert hat,

für uns und in unserer aller Namen,

und der allein die Kraft besitzt,

aus ihnen Neues entstehen zu lassen:

 

Leben, das keinen Tod mehr kennt

und dem die Wirklichkeiten dieser Welt

nichts mehr anhaben können,

weil für dieses Leben nur die eine Wahrheit gilt:

dass Gott alles in allem ist

und der Mensch für immer erlöst.

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Seiten:

 

TelefonSeelsorge

www.telefonseelsorge.de

0800/1110111

0800/1110222

 

Bistum Speyer

www.bistum-speyer.de



Deutsche Bischofskonferenz

www.dbk.de



BTS

Gesellschaft für Organisationberatung

Training und Supervision

www.bts-mannheim.de



Deutsche Gesellschaft für Supervision

www.dgsv.de









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